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Re: Grillen in Schalen

Von: Fritz Spitz (ng_0508@go4more.de) [Profil]
Datum: 24.05.2008 03:22
Message-ID: <g17ql9$vv1$1@online.de>
Newsgroup: de.rec.mampf
Ohhohhh,


Rene Gagnaux schrieb u.a.:
>> Da frage ich mich allerdings, wie man die dicke und fette Konsistenz
>> hinbekommt. Solche Milch bekommt man ja gar nicht zu kaufen,

> Wenn man fürJoghurt einen möglichst immer gleichen Ausgangszustand haben
möchte, dann
> bis knapp vor dem Kochen erhitzen und dann auf der gewünschten
> Reifetemperatur abkühlen lassen. Genau wie bei meiner Mutter vor vielen,
> vielen Jahren.

Da gab es auch noch kein industrielles Pasteurisierungsverfahren.

Sehr viel einfacher und zuverlässiger wäre doch wohl der Einkauf von
pasteurisierter Vollmilch (keine Vorzugsmilch, die ist roh und nur
gefiltert). Fettwerte von > 4 % sind da eher die Ausnahme :-(.

> Ist bei Rohmilch auch vorsichtiger, insbes. wenn kleine Kinder oder
geschwächte Menschen von dem Joghurt essen wollen. Die
> Hygienevorsschriften sind heute da sehr streng, aber... Sicher ist
> sicher...

Darwin lässt grüßen? Weder meinem Säugling/Kleinkind noch den
Großeltern
würde ich nach heutigem Kenntnisstand unerhitzte Milch antun, Dreck
fressen muss man später bzw. früher, um hart zu werden!

> Man kann auch noch etwas Milchpulver zumischen, hilft ganz deutlich beim
> Erhalten einer festen Konsistenz, und wird in den im Handel erhältlichen
> Joghurts auch durchaus praktiziert, steht dann bei der Deklaration dabei.
> Eine solche Zugabe betrachte ich auch als durchaus annehmbar.

Ethische / welternährungspolitische Gründe würden mich davon ebenso
abhalten wie das schlichte Wissen, was da drin ist.

Gegenvorschlag: Kartoffelstärke.

> Denn Joghurt nature gehört zu den wenigen Lebensmitteln, bei welchen man
> keine Zusatzstoffe zugeben darf, zumindest in der Schweiz. Milchpulver und
> Sahne sind aber erlaubt, müssen dann entsprechend vermerkt werden.

Achso, in der Schweiz erlaubt => muss gut sein!?

> Bei Joghurts, die aromatisiert verkauft werden, ist dagegen - und leider -
> ziemlich viel erlaubt, vorausgesetzt, die Zusatzstoffe und Aromen werden -
> im Kleingedruckten - deklariert.

ACK!

>> also Sahne hinzugeben.
>
> Klar.

War das zu Mutters Zeiten so?

>> Und da liegt dann der Unterschied auch nur noch in
>> der Bakterienkultur, auf die ich nicht sooo viel Wert lege.
>
> Solltest Du aber: mit der Wahl einer bestimmten, guten Bakterienkultur,
> kann man sowohl Geschmack wie auch Konsistenz deutlich beeinflussen.

Genauere Infos dazu würden wohl nichtnur meine Wenigket interessieren.

> Solche Bakterienkulturen kriegt man sicher in grösseren Reformläden. Oder
> eine sehr gute Sorte Joghurt Natur zum impfen verwenden. Wobei man hier
> aufpassen muss, keine Sorte zu nehmen, bei welcher die Bakterien nach dem
> Reifen durch eine kurze Temperaturbehandlung gekillt worden sind. Dies ist
> - soweit mir bekannt ist - nicht deklarationspflichtig, wird aber oft
> gemacht, damit die Reifung klar gestoppt wird. Man merkt es aber schnell,
> weil es mit dem Joghurtmachen dann eben nicht klappt...

Der Vermerk "wärmebehandelt" ist m. W. in der EU zwingend vorgeschrieben
und entlarvt jeden toten Joghurt.


Grüße, Christoph

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