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Re: backen mit saegemehl

Von: Patric Schira (lumumba@gmx.net) [Profil]
Datum: 15.02.2008 10:40
Message-ID: <47b55df6$1@news.arcor-ip.de>
Newsgroup: de.rec.mampf
"J?ns M?rtin Schl?tt?r" <nomail@invalid.invalid> schrieb

> Hat man vielleicht früher schon mit holz gebacken, vielleicht
> im krieg?

Ja, hat man. In der Kampfausbildung der BW lernte man zumindest zu meiner
Zeit (vor ca. 30 Jahren) noch  das Brotbacken mit Buchenrindenmehl. Dazu
wurde eine leere Konservendose senkrecht halbiert und dann von innen mittels
Nagel und Hammer flächig perforiert. Es ergab sich dadurch eine
Raspelfläche, ähnlich einer überdimensionierten Muskatreibe. An mehreren
Buchen wurden jeweils kleine Flächen der äußeren Rinde entfernt. die
darunter liegende innere (helle) Rinde wurde mit der Dosenraspel
bearbeitet - das "Mehl" wurde dabei vom Dosenboden aufgefangen.

Anschließend mit gleicher Menge Weizenmehl, Wasser und, falls vorhanden,
Backpulver oder anderem Triebmittel und Salz gemischt wurde der Teig im
Kochgeschirr in der Glut eines Feuers gebacken.

Soweit ich mich erinnere, hatte der Verzehr nur bedingt etwas mit Genuß zu
tun, aber es hat den Magen gefüllt und bleibende Schäden sind nicht
aufgetreten.

Guten Appetit

Patric




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