Re: Passagiere erwingen Flugzeugwechsel
Von: Thomas Schreiber (cool-it@gmx.de) [Profil]
Datum: 16.09.2008 01:16
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Newsgroup: de.rec.luftfahrt
Datum: 16.09.2008 01:16
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Newsgroup: de.rec.luftfahrt
(Flugzeug mit Allüren wie eine Siemens-Straßenbahn.) Ich würde gern das Risiko ungeplanter Reparaturen diskutieren. Aus der Computerei kennt man das, "kurz mal eben" die eine Zeile/den einen Parameter repariert, sodaß "eigentlich" wieder alles tun müßte. Auf dem Weg dorthin hat man aber eine breite Schneise der Verwüstung in den Prozessen/Dateien/Rechten geschlagen, was einen Reboot erfordert, worauf ein Treiber nicht mehr lädt, daraufhin... kurz: das System ist für Stunden nicht mehr lauffähig. Auf die Luftfahrt übertragen: Der Techniker hat z.B. zwar korrekt einen Schalter an der Tragfläche ausgewechselt, dafür aber einen Dehmomentschlüssel im Triebwerkseinlauf oder in der Klappenmechanik liegengelassen. Eigentlich wird über das verwendete Werkzeug Buch geführt und am Ende verglichen, aber in der Eile hat ihm der Kollege den falschen 10-100 Nm-Dremo angereicht und dann gleich den richtigen bis 250 Nm, aber aus einem anderen Werkzeugwagen, der drüben am Lear Jet stand... Oder weil das Flugzeug nach dem Startabbruch noch nicht im Reiseflug war, aber doch sowas wie eine Landung mit Schubumkehr hinter sich hat, sind irgendwelche Einstellungen nötig, die aber durch Lücken im System fallen, weil sich das Flugzeug in keinem definierten Zustand befindet. Ist so ähnlich, wie wenn man mit dem Auto ausgekuppelt auf eine rote Ampel zurollt. Weil man ja gleich halten wird, achtet man nicht darauf, welcher Gang noch drin ist oder ob man ihn schon rausgetan hat. Wird die Ampel dann wider Erwarten noch im Rollen grün, gibt man beim Einkuppeln entweder im Leerlauf Vollgas oder würgt im 5. Gang bei Tempo 7 den Motor ab. Im vorliegenden Flugzeug-Fall gab es einen Fehler, eine Reparatur und nochmal einen (evtl. denselben) Fehler. Da würde ich mir auch als aufgeklärter Passagier zumindest Gedanken machen. Experimentalmechanik (wieviele Lagen Leukoplast sind nötig, damit der gerissene Kühlerschlauch den Druck hält) oder Komponententausch, bis das rote Lämpchen auch während des Starts ausbleibt, sind keine für die Luftfahrt passenden Methoden.[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Mister Plop (16.09.2008 02:01)
- Uwe Klein (16.09.2008 09:39)
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- Steffen Braasch (16.09.2008 10:07)
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