Re: Passagiere erwingen Flugzeugwechsel
Von: Thomas Schreiber (cool-it@gmx.de) [Profil]
Datum: 16.09.2008 12:16
Message-ID: <0dbddf16-62c7-4858-af84-03847cf1be33@k7g2000hsd.googlegroups.com>
Newsgroup: de.rec.luftfahrt
Datum: 16.09.2008 12:16
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On 16 Sep.,Steffen Braasch wrote: > Thomas Schreiber wrote: > > (Flugzeug mit Allüren wie eine Siemens-Straßenbahn.) > > > Ich würde gern das Risiko ungeplanter Reparaturen diskutieren. > > Gern, aber, Zahlen kann ich Dir dazu nicht liefern. > Nicht nur die Piloten haben Checklisten, sondern ebenso die Mechaniker. > Dort werden diese Arbeitskarten genannt, in denen genau Schritt für > Schritt beschrieben wird, wie welche Reparaturen auszuführen sind. Bei > komplizierteren Dingen, oder gar Systeme von hoher Wichtigkeit wie z.B. > die Triebwerke sind eh zwei Leute vorgeschrieben. Die Techniker haben > für jedes Flugzeug eine Zulassung und dazu noch gewisse Schulungsgrade, > Level sozusagen, mit der Sie sich für das Flugzeug qualifizieren müss en. > > Hektisch wird auch nicht repariert. [...] > Auch hier kann ich nur sagen, arbeitet so ein Profi? Arbeitet so ein > professionelle Programmierer? Gibt es sowas, schwarze Schimmel (auf $ProfessionelleSoftware blick)? :) > Nunja, ein Flugzeug hat ja keine Gangschaltung :-) Wie beruhigend. :) Aber wie fährt man dann am Berg an? :) > Ich weis, die Gäste könnten so denken. Wie soll ich Dir die Frage > beantworten. > > Meinst Du, so arbeitet man in der Luftfahrt? Nein, das meine ich nicht. Ich wollte mit diesen (zugegeben, gaaanz leicht überzogenen Beispielen) deutlich machen, in welche Richtung es gehen kann, wenn durch außergewöhnliche Umstände (wobei onch zu klä ren wäre, was das ist) das streng geplante System verlassen wird. Ich lese gelegentlich BFU-Unfallberichte und habe mir daraus ein für Eingeweihte unerträgliches Halbwissen angeeignet. :) In Sachen Wartung fällt mir da der falsch verkabelte Joystick^WSidestick an einem Airbus in Frankfurt ein (ich glaube beim "einfachen" Austausch eines ELAC o.ä. ging ein Steckerpin kaputt. Der komplette Stecker war nicht auf Lager, beim Einzelaustausch der Pins wurden dann zwei Adern vertauscht. Klar, da waren die Kabelpläne verwirrend bis falsch, aber es fing an mit einem einfachen "ziehen und stöpseln" eines Moduls). Dann gab's da noch die rausgeflogene Windschutzscheibe in England (?), wo nach dem geplanten Austausch des Glases glaube ich unerwartet einige Bolzen erneuert werden mußten und der Techniker in einer schummrigen Hallenecke die richtige Stärke unter mehreren Größen per Augenschein zu erkennen in der Lage zu sein glaubte. Hier wurde jeweils ein "zusätzlicher" Wartungsschritt zum Verhängnis, weil in diesem einige menschliche Schwächen nicht mehr vollständig abgefangen werden konnten.[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- Ralf Handel (16.09.2008 16:07)
- Christian Schuett (16.09.2008 19:04)
- Steffen Braasch (16.09.2008 22:48)
