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Re: Concorde Absturz

Von: Harald Kober (harald.kober@gmail.com) [Profil]
Datum: 14.08.2008 22:04
Message-ID: <48A48FCA.3010604@gmail.com>
Newsgroup: de.rec.luftfahrt
Steffen Braasch schrieb:

> Könnte man denn keine Entenflügler mit Superkritischem Profil bauen?

Ich begebe mich jetzt mal auf dünnes Eis, meine Kenntnisse stammen aus
meinem PPL-Lehrgang: Superkritisches Profil bezieht sich auf die
Aerodynamik der Fläche, überkritischer Flügel bezieht sich auf die
Anordnung der Fläche im Bezug auf den Flugzeugschwerpunkt. Ich meinte
zweiteres.

Normale E-Klasse Flieger sind grundsätzlich buglastig gebaut, was im
Falle eines Stalls dazu führt, dass der Flieger irgendwann von alleine
das Fliegen wieder anfängt. Diese Eigenschaft wird mit permanentem
ziehen (resp. entsprechendem Trimmen) erkauft, was Energie kostet.

Neuere Verkehrsflieger sind nicht mehr kopflastig, dadurch besteht das
Risiko, dass sie im Falle eines Stalls ins Flachtrudeln übergehen. Mir
ist keine Möglichkeit bekannt, sie da wieder rauszuholen, die Hersteller
geben an, dass ein Stall aber auf Grund der computerüberwachten
Fluglageregelung gar nicht mehr passieren kann.

Bei Entenflüglern wäre das aber garnicht notwendig, man könnte sie
weiter buglastig bauen weil die vorderen Steuerflächen ja auch Auftrieb
erzeugen und man hätte dann ein energieeffizientes Flugzeug, dass im
Falle eines Stalls trotzdem von alleine das Fliegen wieder anfangen würde.

Soweit mein Fluglehrer.

Um deine Eingangsfrage zu beantworten: Das könnte man sicher, ob es bei
E-Klasse viel Sinn macht ist die andere Frage, und bei Verkehrsmaschinen
traut man sich offenbar nicht an diese eher ungewöhnliche Konstruktion ran.

HK

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