Re: UL im Vorgarten in Koeln?
Von: Peter Huyoff (peter.huyoff@gmx.de) [Profil]
Datum: 30.08.2008 21:42
Message-ID: <48b9a2a2$0$20708$9b4e6d93@newsspool4.arcor-online.net>
Newsgroup: de.rec.luftfahrt
Datum: 30.08.2008 21:42
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Newsgroup: de.rec.luftfahrt
Ralf Kusmierz wrote: > X-No-Archive: Yes > > begin quoting, Sven-Hajo Sieber schrieb: > >> Luftfahrtzugelassene Inertialnavigation (Inertial Reference System) >> ist Standardware und wird im Massenbetrieb verbaut. Die Kosten pro >> Installation betragen zwischen 250.000€ und 500.000€, allein die >> Nachinstallation der jeweils aktuellen Magnetvariations-Daten kostet >> ca. 150.000€ pro Jahr, wenn man sich mit den Daten vom Vorjahr begnügt >> sind es noch 50.000€ pro Jahr. > > Offensichtlich unrealistisch teuer. Sowas dürfte nicht mehr als ein > gutes Navi kosten. Und ich behaupte mal: Könnte es auch. (Himmel, wozu > braucht man denn Magnetvariations-Daten? Das GPS kann (könnte) die ja > nun vollautomatisch selbst ermitteln.) Wenn's bloß um die 180°-Kurve und dann stabilisierten Geradeausflug geht, braucht es nichtmal GPS. Integrierte Gyros sind Massenware und werden inzwischen im Modellflugbereich oft verbaut. Ein AVR-Board mit entsprechender Programmierung ist auch nicht teuer. Sowas sollte man als Hobby-Elektroniker für (geschätzte) hundert Euro hinbekommen. Nur wäre das erst der Anfang. Kein UL ist für elektrische Steuerung ausgelegt. Man müßte also elektrische Zusatzsteuerflächen entwickeln und das ganze auch noch zulassen lassen. Das dürfte dann ein fast aussichtsloses Unterfangen werden und den Preis in astronomische Höhen treiben. >> Alles nichts neues, man braucht halt entsprechend gute Ausbildung. Die >> gibt es schon, dauert zwischen 15 und 24 Monaten in Vollzeit und >> kostet zwischen 50.000 und 90.000 Euro, je nach Ausbildungsweg und >> Talent. > > So. Für mich heißt das: Wer diese hinreichende Ausbildung nicht hat, > der sollte es eben nicht dürfen. Er darf es auch nicht. > Und damit stellt sich die Fragen dann > auch gar nicht. Darf schließlich auch nicht jeder mit einem > Führerschein gleich auch Lokomotiven, LKW oder Linienbusse fahren. Genauso ist es. Wenn man mit dem UL in solche Bedingungen gerät und es überlebt, hat man hinterher auf jeden Fall einige unangenehme Fragen zu beantworten. >> Und die Fliehkräfte steigen sehr schnell dabei an so das das Flugzeug >> sich ruckzuck in der Luft zerlegt, tatsächlich bei derartigen Unfällen >> recht häufig. > > Na, dann geht das eben nicht... > >>> Kann man so die Querneigung nicht wegkriegen? >> Nein. > > Also Instrumentierung erforderlich, um das von vornherein zu > vermeiden. > >> Das Problem dabei ist das man inzwischen eine Längsneigung jenseits >> der 60° hat, die Geschwindigkeit weit jenseits des erlaubten Bereiches >> ist und sehr schnell zunimmt während sich schon die ersten >> Beplankungsteile lösen. Wenn man jetzt zieht um das auszugleichen >> überlastet man zwangsläufig die Struktur und das Flugzeug zerlegt sich >> in der Luft. Da waren wir schon mal. > > Wenn sich diese 60° oder andere unzulässige Zustände so nicht > vermeiden lassen, dann geht es eben nicht. (Frage mich nur, wie die im > 1. WK ihre Luftkämpfe hingekriegt haben (ohne diese ganzen > Instrumente), ohne immerzu abzustürzen - also, mal abgesehen von der > Feindeinwirkung.) Die frühen Jagdflugzeuge haben haben sich recht häufig einfach so zerlegt. Die frühen Nieuports verloren z.B. gerne die untere Fläche und die Fokker Dr.I litt anfangs auch unter ihrer Fragilität und wurde zum Doppeldecker. Grüße, Peter[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Uwe Klein (30.08.2008 21:52)
- J (31.08.2008 00:47)
- Uwe Klein (31.08.2008 10:27)
- J (31.08.2008 14:56)
- Patrick Kormann (31.08.2008 15:40)
- Thomas Borchert (31.08.2008 19:21)
- Patrick Kormann (31.08.2008 20:16)
- Ralf Holger (30.08.2008 22:49)
- Christian Schuett (31.08.2008 10:34)
