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Re: Concorde Absturz

Von: Michael Rübig (michaely@bigfoot.de) [Profil]
Datum: 18.08.2008 21:05
Message-ID: <6gtvfgFhgmr5U1@mid.individual.net>
Newsgroup: de.rec.luftfahrt
Christian Schuett schrieb:
> Michael Rübig schrieb:
>
>> Letztendlich muss das Leiterwerk bei Geschwindigkeitsänderungen ja den
>> Auftrieb so verändern, dass der Änderung entgegengewirkt wird.
>
> Oder sehr schoen bei der C172 zu erleben: Beim durchstarten Gas rein
> (=hoehere "Geschwindigkeit" fuer das Hoehenleitwerk durch den Prop) und
> die Nase geht _sehr_ flott nach oben. Auch das ist nur damit zu
> erklaeren, dass das Hoehenleitwerk Abtrieb erzeugt, der mit hoeherer
> Fahrt auch immer groesser wird und weggetrimmt werden muss.
>
Hier sieht man einen Crash:
http://www.youtube.com/watch?v=Ag5ut3tP3ZM
Ich denke, dass dieser Flugzeugtyp ein relativ kleines Leitwerk hat,
dass durch die Auslegung vermutlich auch wenig Abtrieb erzeugen muss
(sehr effizient). Jedenfalls ist der Dartpfeil-Effekt kaum zu erkennen,
die Stabilität im Langsamflig ist miserabel und es dauerte dadurch ewig,
den Flieger zu recovern, weil er lange Zeit einfach nur purzelte,
nichtmal richtig trudelte.
Dass der Pilot beim ersten Abfangversuch zu stark zog (Vermutung)
kostete ihn das Leben. Der Flieger trudelte noch ne halbe Umdrehung und
dann reichte es halt nicht mehr.
Den ursächlichen Fehler hat er aber schon viel früher gemacht.

Meine Meinung:
ein stark Abtrieb erzeugendes großes Höhenleitwerk macht ein Flugzeug
extrem gutmütig und stabil, auf Kosten der Effizienz.
Beispiel: Twin Astir (Segelflugzeug)
riesiges Leitwerk, es ist unmöglich, den Flieger auch nur abkippen zu
lassen.

Michael

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