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Triebwerke: war: Kleine Kinder in kleinen Flugzeugen

Von: Steffen Braasch (i_will_not_read_this@gmx.de) [Profil]
Datum: 16.07.2008 10:55
Message-ID: <1ik55mx.4ggi9lcgl0vN%I_will_NOT_read_this@gmx.de>
Newsgroup: de.rec.luftfahrt
Ralf Handel <ralfhandel@yahoo.de> wrote:
> ich fürchte, dass ist schwer herauszufinden....
>
> hinterher, im labor, lässt sich leicht sagen ob, wenn, warum und was....
> nur riskieren, ob das die schlauen ingenieure das würden? wenn es einem
> die zähne aus dem mund vibriert?
> lieber zehnmal abstellen statt einmal den kram um die ohren zu bekommen!

Mir ging es primär um die Aussage, das Mehrmotorenpiloten ein Triebwerk
"schon mal" vorsichtshalber abschalten. Dabei habe ich über unsere
Schulung, die Verfahren und aktuelle Vorfälle nachgedacht.

Alles bezogen auf Jettriebwerke, wohlgemerkt.

Klar, eine Einmot KANN Ihr Triebwerk nicht einfach so abschalten, wenn
der Oeldruck zu niedrig wird.

Trotzdem macht man auch bei einem Mehrmotorenflieger seine Gedanken,
bevor man einen Pott abstellt. Der Verlust  eines Motors (sei es nun mit
oder ohne Abstellen) bei einer Zweimot ist immer ein "Mayday"

Generell ist die "Lehrmeinung": Solange es fliegbar ist, weitermachen.
Aber, und da kommt Deine Aussage wieder ins Spiel. Wenn die persönliche
gefühlte Bedrohung so groß wird, daß man selber nicht mehr fliegbar ist,
bleibt einem nur das Abstellen des Motors übrig.

Wirklich interessant wird das Thema, wenn es um einen restart Versuch
geht. Ja oder Nein. Die gemachte Erfahrung zeigt uns, daß dies selten
gelingt, doch gerade letztes wurde gab es wieder einen Fall, bei dem ein
Flameout keine Ursache hatte und der Restart wohl erfolgreich gewesen
wäre.

Ich persönlich bin dazu übergegangen zu sagen: Was man hat das hat man.
Aber, frage mich hinter her noch mal, wenn ich es selber erlebt habe .-)

Grüße
Steffen
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Antworten/ Reply: SteffenBraasch(at)gmx.de

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