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Re: Medical und Desensibilisierung

Von: Thomas Borchert (borchert_thomas@hotmail.com) [Profil]
Datum: 22.06.2008 16:46
Message-ID: <VA.000078c7.005611df@hotmail.com>
Newsgroup: de.rec.luftfahrt
Dr.,

> aber zumindest
> ein "contributing factor"
>

Das musst Du mir erklären. Für mich sieht es nach meinem begrenzten
Kenntnisstand der Sachlage so aus: Da will einer weit fliegen (nach
Sylt). Und das dauert länger als geplant (falls geplant). Dann fliegt
man, den Sonnenuntergang und schlechteres Wetter vor Augen, an
buchstäblich Dutzenden von Flugplätzen vorbei, ohne etwas zu tun (z.B.
landen). Das ist für mich, wenn's so war, schwer nachvollziehbar, um es
milde auszudrücken. Es ist aber ein Klassiker aus Unfallberichten, der
"Fachbegriff" lautet "get-there-itis".

Nächster Schritt: Und dann fliegt man bei Nacht und womöglich IMC in
einem Flugzeug, das exakt für diesen Fall einen Griff in der Decke hat.
Und wer sich dieses Flugzeug kauft, der MUSS sich doch mal ausfühlich
damit auseinandergesetzt haben, unter welchen Umständen man den Griff
ziehen wollen könnte. Ich glaube, der HPL-Fachbegriff für die "Ich
kann's noch retten"-Attitüde ist "Macho". Auch gerne in
Unfallberichten
zu finden.

Deshalb meine Bemerkung. Alles auf Basis der geringen Faktenlage, die
mir zur Verfügung steht. Aber an "überraschend auftretender Nacht" lag
es sicher nicht...

--
Thomas Borchert (EDHE)



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