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Re: Goldner Schnitt?

Von: Josef Mühlbacher (josef_muehlbacher@utanet.at) [Profil]
Datum: 12.07.2008 19:01
Message-ID: <g5anoj$sbe$1@newsreader2.utanet.at>
Newsgroup: de.rec.kunst.misc
"Erich A. Kremer" <ekhamlet@aol.com> schrieb im Newsbeitrag
news:Xns9AD713C58A71Eekhamletaolcom@195.114.242.12...
>
> Hallo!
>
>>
>> Man sollte den Goldenen Schnitt auch nicht überschätzen. Er
>> wird auch "harmonische Teilung" genannt, weil wir diese
>> Proportion so empfinden, aber kein Kunstwerk genügt diesem
>> Verhältnis wirklich - es sei denn, der Künstler habe es
>> zuerst berechnet. Der Goldene Schnitt ist schön, aber ein
>> paar Zentimeter daneben auch.
>>
>>
>
> Es ist eben nur eine Annäherung. Man muß nämlich auch noch
> andere Gewichtungen berücksichtigen; die Farben und deren
> Wirkung zueinander zB können das Schnittverhältnis gewaltig
> verändern. Und auch das abgebildete Sujet selbst kann
> "schwer" oder eben auch "leicht" sein. usw usw

Servus EAK,

Ich kenne keinen bildnerisch Schaffenden der für seine Werke den
Rechenschieber/Taschenrechner/Laptop etc. zur Hand nimmt und den goldenen
Schnitt berechnet um danach ans Werk zu gehen, Annäherung hin oder her,
Farbe, Dunkelheit usw. deto.
Die diesbezüglich akademische Betrachtungsweise erfolgt im Nachhinein und
ist somit vermutlich bloß für TheoretikerInnen von Belang.
Der/die Sehende stellt ebenfalls keine Berechnungen an um sich der Güte
eines Bildes gewiß zu werden.
Das ist alles empirische Psychologie und Statistik die nachher Erklärungen
suchen.
Man könnte genausogut Sein auf das Zusammenspiel von Synapsen reduzieren,
bleibt immer die Frage nach der Henne und dem Ei.

salut
Josef




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