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Re: was wäre?

Von: Josef Mühlbacher (josef_muehlbacher@utanet.at) [Profil]
Datum: 20.05.2008 12:41
Message-ID: <g0u9p4$35q$1@newsreader2.utanet.at>
Newsgroup: de.rec.kunst.misc
"Claudia Kastl" <CKastl@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:g0u5nd$kne$00$1@news.t-online.com...
>
> Im Leben schließt nichts offensichtlich irgendetwas aus. Weder der
Erlöser
> das Monster noch der Ohnmächtige die Macht. Im Gegenteil man braucht  und
> ergänzt sich. Wen  juckts  wirklich,  dass der Abstand zwischen den
> Tischen der Reichen zu den Stehimbissen der Armen immer größer wird, so
> dass nicht einmal der Duft bzw. die Ahnung , dass ein Krümel abfallen
> könnte diese erreicht? Die Reichen  und Mächtigen? Da sind nur
Diäten
> interessant:)

Du magst in deiner Einschätzung der Realitäten recht haben, auf diesem
Planeten sind Ungerechtigkeiten zuhauf vorhanden. Ziehe also los und ändere
diesen Zustand mit deinen Möglichkeiten.
Ich sehe aber noch immer nicht die Notwendigkeit deswegen auf Kunst zu
verzichten oder sie hintan zu stellen. Das eine schließt das andere doch
nicht aus.

>> Ansporn?
>
> Natürlich Ansporn:) Jede Nation lässt sich klingende Namen eine Menge
> kosten. Sinn der Museen ist es zu zeigen, dass dem so ist, ganz nebenbei
> sind sie auch noch Dokuzentren der Wertschätzung  der Kultur befreundeter
> Nationen.  Das geht nicht ohne Namen.            Aber Namen kommen nicht
> von Nichts - Sie müssen GEMACHT werden.
> machtlos-achtlos-
> MACHT
> LOS!!!!

Schönes Wortspiel, aber was ist in diesem Zusammenhang Macht?
Mein Ansinnen war es, zu hinterfragen ob Bilder, Objekte etc. für sich
allein gestellt die Bedeutung behalten die wir ihnen beimessen wenn wir sie
Namen zuordnen.
Ob der zB. Rembrandt, der sich als Nichtrembrandt entpuppt ein anderes Bild
wird, ob die Konstruktion von Rauschenberg wieder zu Müll wird wenn nicht
Rauschenberg druntersteht, die aufgeblasene Hose von Franz West nur eine
aufgeblasene Hose ist.
Es ging mir um die geschaffenen Dinge, nicht um eine menschenwürdigere
Politik, die zugegebenermaßen nicht unwichtig ist, meiner Meinung nach aber
hier eher eine sekundäre Rolle einnimmt.
Der/die BetrachterIn von Kunstobjekten ist ein Mensch, bar jeglichen
sozialen Status, womt ich nicht Bildung meine sondern die Hirarchie in der
vorwiegend wirtschaftlich geprägten Gesellschaft. Der Harz4 geschädigte hat
sein Denken genauso wie der fette Konzernboß. Der eine sieht das, der andere
jenes im gleichen Ding. Auge - Hirn - Schlußfolgern.

salut
Josef



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