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Re: funktioniert IS beim EF 18-55

Von: Volker Bartheld (dr_versaeg@freenet.de) [Profil]
Datum: 07.11.2009 12:19
Message-ID: <i0oanmj4wcrc$.dlg@news.bartheld.net>
Newsgroup: de.rec.fotografie
Hallo!

>>> Ich halte aber auch 1/15tel für zumindest mich als sehr
unrealistischen
>>> Wert aus der Hand bei voller Brennweite.

>> DEFINITIV. Wenn ich sehe, wie mein Tamron 80-300 da zappelt, dann kommt da
>> bei 300mm und 1/15s eigentlich 100% Ausschuß raus.

> Schon mal selbst probiert?

Ein 300er Zoom mit VR hatte ich noch nicht in der Hand, da es mangels
Lichtstärke nicht auf meiner Wunschliste steht. Beim neuen 70-200 F/2.8
VR-II war im direkten Vergleich ein gewisser Mehrwert zu bemerken, das
18-200er (wenn ich mich recht erinnere) "Kitobjektiv" der D300 (hat das
nun VR-I oder VR-II?) hat mich nicht so recht befriedigt.

> Mein Ergebnis ist: 300 mm an APS-C und 1/30 s Belichtungszeit ergibt zum
> groesseren Teil gut brauchbare Ergebnisse. Kann man verwenden. Probiert
> mit einem vergleichsweise grossen, schweren EF 2,8/300 L IS an einer 40D

OK. Dann war ich evtl. zu ungeduldig oder habe dem VR das Leben unnötig
schwergemacht (z. B. Mitzieher in der Sportfotografie), mag sein. Und beim
o. a. Objektiv hast Du ja noch einen weiteren Bonus: Die weitere Blende im
Vergleich zu den (Super)zooms - mußt also u. U. gar nicht bis 1/30s runter.

> Da passt Erhards Einschaetzung, auch mit 1/15 gehe noch etwas, schon
> ganz gut ins Bild.

Wegen mir. Nennen wir es eine Extremsituation. Ich werde sicher bald das
Vergnügen haben, mir da mal unter realitätsnahen Bedingungen (also kein
"Vitrinentest" beim Elektronikdiscounter) ein Bild zu machen.

> Wenn es dann halt 3/4 Ausschuss sind und man mehrere
> Versuche braucht, bis ein ausreichend scharfes Ergebnis erreicht ist -
> gut, es ist halt am Rande des Moeglichen.

So man die Versuche eben hat. Das ist bei mir oft nicht (=so gut wie nie)
der Fall. Worauf man diskutieren könnte, ob die Anschaffung eines
(gedämpften) Einbeinstatives nicht die bessere Idee wäre. Aber meist ist
es ja so: Man nimmt was man kriegen kann (Stativ, VR, lichtstarkes
Objektiv, Auto-ISO) und freut sich eben, wenn man dort noch arbeiten kann,
wo andere schon zusammenpacken.

> Wichtig dabei ist: IS erfordert Uebung und eine saubere Aufnahmetechnik.
> Einfach durchkucken und draufdruecken is' nich.

Gut möglich, daß ich damals Opfer dieses meines Defizits wurde. Hatte ja
auch nicht viel Zeit. Das dicke Nikkor fand ich schon sehr beeindruckend
und im Vergleich zum stangenfokussierten 80-200 quasi schnell wie der
Blitz. Das bessere ist halt immer des guten Feind... ;-)

> Es geht auch darum, den Moment der groessten Bildruhe abzupassen (ist bei
> optischen Stabis ja kein Thema, man sieht das ja direkt im Sucher).

Wenn ich das recht verstehe, dann ist es meist so, daß dieser "ruhige
Moment" für den VR alles andere als Untätigkeit bedeutet. Soll
heißen: Der
lenkt gerade mächtig irgendein optisches Element aus, weil die
Trägheitssensoren wieder mal die zittrigen Fotografenhand ausmachen. Das
Bild ist dann deswegen ruhig, weil glücklicherweise die Auslenkung exakt
synchron zur Zitterbewegung erfolgt.

Falls aber im Moment der Auslösung (eine gewisse Verzögerung gibt es da ja
immer) der VR am Rand seines Regel-/Verstellbereichs angekommen ist, dann
muß er wieder zentrieren und das Bild ist _noch_ unschärfer als es ohne VR
der Fall gewesen wäre.

Ist das ein denkbares Szenario? In dem Fall könnte man also nicht unbedingt
garantieren, daß der VR unter allen Bedingungen einen "sicheren
Schuß"
liefert, wie er im Vergleich zum non-VR möglich gewesen wäre.

Zugegeben eine extrem pessimistische Betrachtung. Und den VR kann man ja
glücklicherweise auch ausschalten.

Ciao,
Volker

--
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3W: www.bartheld.net

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