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Re: Fotograf weigert sich, Datei zu verkaufen - gibt nur Abzuege heraus...

Von: Hendrik Brixius (hendrik.brixius@gmx.de) [Profil]
Datum: 05.07.2008 20:43
Message-ID: <6d9tmaF1il6kU1@mid.dfncis.de>
Newsgroup: de.rec.fotografie
Christian Curth schrieb:

> Glaubst Du wirklich, dass für die Kinderbilder ein Fotograf mit Mittel-
> oder Großformatknipse losgezogen ist?

Nun, im letzten Jahrhundert war es durchaus nicht unüblich, dass
professionelle Fotostudios selbst Passbilder z. B. mit einer 6x7
Mittelformatkamera gemacht haben. Bis etwa der Mitte letzten
Jahrhunderts zogen Fotografen mit Großformatknipsen selbst für die
tägliche Pressearbeit los und haben trotz der schwierigen Technik damit
Ergebnisse erzielt, die sich nicht vor den heutigen Digitalbildern
verstecken müssen.

Natürlich kann man auch analoge Filme digitalisieren. Allerdings
benötigt man dazu geeignete teure Geräte, Sachkenntnis und Zeit.

Es ist davon auszugehen, dass ein Fotograf, der für den örtlichen
Kindergarten arbeitet, nicht gerade sehr viel Geld verdient. So kann es
sich allein aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht lohnen, für einen
einzigen Kunden, der hochwertige Scans haben möchte (und wahrscheinlich
nicht bereit ist, dafür sehr viel mehr zu zahlen als für die
Papierbilder?) diesen großen Aufwand zu betreiben. Wahrscheinlich ist es
für diesen armen Fotografen auch schlicht finanziell nicht möglich, die
dazu nötigen Anschaffungen zu tätigen?

Ich denke nicht, dass der OP schon einmal in diese Richtig gedacht hat.

Falls der OP allerdings bereit ist, genügend Geld für die Bilder in
digitaler Form zu zahlen, so ist es sehr wahrscheinlich, dass sich mit
dem beteiligten Fotografen eine Lösung finden wird. Das wäre dann auch
mein Ratschlag an ihn.

Es liegt hier also sicher keine böse Absicht des Fotografen zugrunde,
sondern ist wahrscheinlich einfach (wie so oft) eine Frage des Geldes.

--
Schoene Gruesse,

Hendrik http://www.aachenfotos.de/

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