Re: Scheimpflugsche Regel (was: Re: Rollei - Artikel des Tages bei Wikipedia.de)
Von: Kurt Stege (kurt-stege@online.de) [Profil]
Datum: 05.02.2007 20:47
Message-ID: <l12fs2h4kihqfjb27i5q328r3p6arqmgpm@4ax.com>
Newsgroup: de.rec.fotografie
Datum: 05.02.2007 20:47
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Newsgroup: de.rec.fotografie
benedikth@gmx.net (Benedikt Hotze) wrote: >R.R.K0pp <Rolf@gmx.com> wrote: > >> >> Und selbstverständlich lassen sich auch mittels Scheimpflug-Methode >> >> stürzende Linien beseitigen, sowohl in der Kamera, als auch vielleicht >> >> später erst in der Dunkelkammer beim Vergrößern. >> Sein Verfahren wird "Entzerrung nach Scheimpflug" genannt und hilft >> dem Fotografen, perspektivischen Verzerrungen zu vermeiden und >> gleichzeitig auch die Schärfeebene zu anzupassen. > >Vielleicht ist es ja auch nur ein Streit um Begriffe? Die >Scheimpflugsche Regel (und nur um die geht es hier) bezieht sich auf >das, was du selbst zitierst: > >> | Objektebene, Objektivebene und Filmebene müssen sich in gedachter >> | Verlängerung an einem gemeinsamen Ort schneiden, damit verschieden >> | weit von der Kamera entfernte Punkte gleichzeitig scharf wiedergegeben >> | werden (siehe Scheimpflugsche Regel). > >Perspektivische Entzerrung mag von Scheimpflug angewandt oder von mir >aus auch erfunden worden sein; es ist aber eben genau nicht Gegenstand >dessen, was man heute unter "Scheimpflugsche Regel" versteht. Darf ich mal schlichten? Ich kenne mich mit der Materie nicht sonderlich gut aus, aber Eure beiden Aussagen passen doch ganz gut zusammen! Bei der Aufnahme wird Scheimpflug eingesetzt. Dabei wird (um mal bei der Ballonaufnahme zu bleiben) die Schärfenebene verlegt, so daß die Erdoberfläche scharf abgebildet wird, obwohl der Film schief ist. Das Abbild auf dem Film ist perspektivisch verzerrt; es wurde ja getiltet, und nicht geshiftet. Beim Vergrößern im Labor kann man Scheimpflug exakt genauso einsetzen. Der Film wird genauso schräg eingelegt, wie er in der Kamera bei der Aufnahme gehalten wurde, das Objektiv wird genauso getiltet, und das Fotopapier ist wieder parallel zur Erdoberfläche und erhält ein scharfes (und verzerrungsfreies!) Abbild der Original-Erdoberfläche. Quasi Scheimpflug im Quadrat, aber ich bin mir sicher, daß Herr Scheimpflug dieses auch selbst schon durchgeführt und so beschrieben hat. Viele Grüße, Kurt.[ Auf dieses Posting antworten ]
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- R.R.K0pp (06.02.2007 18:59)
