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Kritik: Beerfest

Von: Marco Strack (mstrack@gmx.net) [Profil]
Datum: 01.12.2006 10:45
Message-ID: <dfCdnQZTUZICZPLYnZ2dnUVZ8sadnZ2d@giganews.com>
Followup-to: de.rec.film.misc
Newsgroup: de.rec.film.kritiken
Gesehen in der englischen Originalfassung. In der deutschen Fassung
wurden einige Szenen entfernt. Unter anderem die in denen jüdische
Symbole gezeigt oder Witze über Juden gemacht werden. (vermutlich nur in
der deutschen Fassung)



---- zum Inhalt---
Die Brüder Todd und Jan Wolfhouse fliegen von Colorado nach München um
dort die Überreste ihres verstorbenen Großvaters in der
Familiengrabstätte unter zu bringen. Die Tradition schreibt vor, daß die
s zum Zeitpunkt des Oktoberfestes passieren muß wo die Beiden dann auch
schneller als gedacht anecken und einen Tumult auslößen. Auf der Flucht
verschlägt es sie in den Münchner Untergrund wo sie Zeuge eines
Jahrhunderte alten Festes werden in dem Nationenteams gegeneinander im
Biertrinken antreten.
Nachdem sie von den Deutschen geschlagen wurden und zustätzliche auch
noch eine Beleidigung der Familienehre erfahren mussten, kehren sie nach
USA zurück und stellen eine Manschaft zusammen.

Ziel: Die Deutschen schlagen und die Familienehre wieder herstellen.

Die bunte Truppe trainiert nun für ein ganzes Jahr und kehrt zurück nach
München an den Schauplatz der Biertrinker-Weltmeisterschaft. Dort wartet
das Deutsche Team das nicht auch nur auf die Idee kommt sich die Krone
entreißen zu lassen.....


>
>		Köstlich. (Im wahrsten Sinne des Wortes)
>

"Beerfest" ist das was der Name verspricht. Ein Film mit und über Bier.
Und davon reichlich.
Er bedient sich dabei jeglichen Vorurteils das ein Amerikaner dem
"klassischen Deutschen" gegenüber haben kann und verwendet es auf
plakative Weise.

Nach "Super Troopers" schaffen es die Broken Lizards wieder einen Film
auf die Beine zu stellen, bei dem man herzhaft lachen kann.... zumindest
wenn man will. Bier zu mögen und den Film nicht ernst zu nehmen sind
nämlich zwei der Grundvorraussetzungen ihn sich überhaupt anzuschauen.
Erfüllt man dies, erhält man 1:50h solide Unterhaltung. "Beerfest" ist
keine 10 auf der Skala, aber er ist sicher eine stabile 7. Er hat schon
von daher seine Daseinsberechtigung da er ein neues Genre begründet das
es bis heute nicht gab : die Drinker-Kömodie.
Aufgelockert wird der Film durch mehrere Sub-Plots, die dem ganzen den
nötigen unernsten Anstrich verleihen.

Da geht es mal darum, daß nur die Deutschen den sogenannten "Stiefel"
richtig bedienen koennen und ein andermal ist vielleicht doch etwas
dran,  daß die alte Großmutter eine Prostitierte war zu ihren besseren
Zeiten.

All dies wird gut aufbereitet ihn einem Film, den man Besten mit Bier
und Freunden trinkt. 2-3 Bier vor dem Film und noch 2-3 währenddessen
werten die Erfahrung ungemein auf. Nicht weil dadurch aus einem
mittelmäßigen Film ein guter wird, sondern weil dieser Film dazu die
Steilvorlage bietet.

Fazit: Wer gern mal ein Bier trinkt sollte sich den Film ansehen. Es
gibt zur Zeit bestimmt schlechteres im Kino. Prada-7
Waldzwerge-Karibikfluch8 z.B.

Gruß
Marco





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