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Re: Ab wann darf ein Tretlager knirschen?

Von: Erika Ciesla (nomail@invalid) [Profil]
Datum: 05.08.2008 22:36
Message-ID: <g7adlv$4jd$01$1@news.t-online.com>
Newsgroup: de.rec.fahrrad
Winfried schrieb:
> Erika Ciesla schrieb:

> An alten Tourenrädern bis aus den 50ern sieht man sie recht
häufig.
> Vielleicht achte ich da eher drauf, weil ich selber ein Bismarck Bj.
> 54 fahre. Meins war mal ein gutes Rennsportrad und hatte als solches
> ein Schraublager, die einfacheren Bismarck-Tourer hatten Glockenlager.

Aber schön ausgesehen haben die. Dieses konische Gehäuse und
die
eigentliche Glocke, deren Rand etwas über das Lagergehäuse
reichte, das
hat schon was. Es ist zwar alter Murx, aber es sieht edel aus.


>> Zum Beispiel sowas hier:
>>
>> http://www.inox-schrauben.de/images/abzieher.jpg
>
> Funzt nicht, selber ausprobiert.

Nicht?

Na dann nicht!

> Es gab aber ein Spezialwerkzeug, das auf die Kurbel geklemmt wurde
> und dann mit einer gewaltigen Schraube dieselbe abgedrückt hat.

Oder so!


>> Aber zurück zu meinem Einkaufsfahrrad. Das hatte am Tretlager
rechts
>> eine runde Scheibe mit zwei Flachstellen. Ich habe nicht nachgemessen
>> wie groß das war, aber der größte
Gabelschlüssel in meinen
>> Werkzeugkoffer (27mm) war zu klein.
>
> In Ramschläden gibts recht billig verstellbare
Schraubenschlüssel (in
> meiner norddeutschen Heimat Engländer genannt)

Dat mutt je mei nit verklickern, ik weet wat en Engländer is. :-D

> in ansehnlichen Dimensionen,

Hab keinen. Mein Engländer öffnet bis 31,6mm, und das war auch
zu klein.

> Auch für die vielkantigen Muttern, die man an manchen Steuerlagern
> sieht.

Ja, achteckig, und ca. 32mm. Das ist 0,4mm mehr, als ich mit meinem
Engländer greifen kann, so’n Schiet. Tja, muß mich noch
einen kaufen,
und zwar möglichst eine Nummer größer.


>> Och, bei dem Einbau mache ich mir keine Sorgen, ich nehme einfach
>> Gewalt; ich greife zum dicken Mottek und hau drauf.
>
> Für die gewöhnliche Thompson-Lagerschale mag das gehen,

Eben dort! Sie haben ja einen Kragen der den Anschlag bestimmt, da kann
nicht viel verkehrt machen. Außer man haut ohne das dämmende Holz
und
macht kaputt.

>> Die feinere Methode ist natürlich der Gebrauch eines
Anpreßwerkzegs. Ein
>> guter Gewindebolzen, zwei kräftige U-scheiben, passende Muttern
und zwei
>> Ringschlüssel, und dann drehen, geht auch.
>
> Wenns mal ansteht, werd ich mir auch mal son Teil bauen. Falls meine
> Mechanikerkollegen keinen ausreichenden Schraubstock haben sollten.

Oh ja, ein schöner großer Werkstatt-Schraubstock ist auch was feines.
Da
braucht man aber zwei Mann, einer der dreht, und einer der den Rahmen
sichert.


Glückauf!
Erika Ciesla (Mannheim/Deutschland)

--
Fährst Du Fahrrad?
Mußt Du gucken: http://www.erika-ciesla.de

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