Re: Bullshit vulgaris in der Presse
Von: Wolfgang Strobl (news2@mystrobl.de) [Profil]
Datum: 23.08.2008 08:03
Message-ID: <8j9va41s87tljfdpel5cmr0p6al4tg7avt@4ax.com>
Newsgroup: de.rec.fahrrad
Datum: 23.08.2008 08:03
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Newsgroup: de.rec.fahrrad
Bernhard Agthe <dark2star@gmx.net>: >sorry für die Verspätung... Na ja, ist ja auch eher ein Dauerthema ... > >>> Vielleicht können wir uns in der Mitte treffen: am Besten zu fahren und >>> am Interessantesten sind untergeordnete Landstraßen wo alle Stunde mal >>> ein Auto fährt. >> >> Schön zu befahren, _wenn_ die Straße bzw. die Landschaft schön ist, dann >> ja. > >Letzte Woche erlebt: Winzige Landstraßen durch die Pampa wo alle Stunde >mal ein Traktor vorbei kommt. Dafür. Tja, man sollte mehr Zeit und vor allem mehr Urlaub haben ... Vielleicht sollte man mal anfangen, die Landschaft danach zu kartieren, wo noch zusammenhängende Netze von Landstraßen vorhanden sind. Den Anspruch, daß sie samt und sonders "winzig" und derart wenig behafahren sein müssen, hätte ich niciht, genau so wenig würde es mich stören, wenn einige Verbindungsstücke stärker befahrene Bundesstraßen wären, so lange diese einen ausreichend breiten rechten Fahrstreifen haben, was ja eher die Regel als die Ausnahme ist. Einziges Kriterium wäre, daß die überwiegende Mehrzahl der vernünftigen Routen an keinem Punkt radwegeverpestet wären. "Überwiegend" deswegen, weil man mangels geeigneten Kartenmaterials radwegverpestete Stellen nicht schon im Stadium der Planung vermeiden kann. Abgesehen davon fahren wir ganz gerne auch mal spontan durch die Gegend, der normalen Wegweisung folgend. Da ist es dann sehr ärgerlich, wenn man auf halber Strecke dann plötzlich vor einer Straße steht, die zwar eine schöne Fahrbahn hat und durch eine schöne Landschaft verläuft, die man aber nicht befahren darf - jedenfalls nicht mit einem Fahrrad. Meine inzwischen sowohl hier in Deutschland als auch in Frankreich und Italien gemachte Erfahrung ist die, daß man Städte grundsätzlich meiden muß, was angesichts dessen, daß die Mehrzahl der interessanten Ziele in Städten liegen, unabhängig davon, woran man interessiert ist, schon ärgerlich genug ist. Darüberhinaus muß man inzwischen leider auch einen gewissen Umkreis um größere Städte meiden - so in etwa die Distanz, die von motorisierten Pendlern zurückgelegt wird - weil auch dort der Radverkehr auf den meisten gut befahrbaren Straßen inzwischen durch Radwege ausgegrenzt und verdrängt wurde. Nun ist es nicht sonderlich schwierig, auf der Landkarte hinreichend große Flecken zu suchen, die aufgrund des obigen Kriteriums weit genug von einer größeren Stadt entfernt sind, und wir machen das inzwischen für den Urlaub auch so. Notgedrungen. Allerdings ist das Verfahren nicht ganz zuverlässig, u.a. weil zu vielen wirtschaftlich unterbelichteten Kommunen wider besseres Wissen vorgemacht worden ist, daß Radverkehrsförderung Tourismus- und damit Wirtschaftförderung sei, und daß diese im Ausweisen von Sonderwegen bestünde. Insofern würden mich Hinweise auf Regionen, von denen jemand, der sie aus eigener Anschauung kennt, entweder weil er oder sie dort wohnt und dort viel radfährt, oder aus häufigen Urlauben weiß, daß sie wirklich überwiegend den oben skizzierten Kritierien genügen, weit mehr interessieren als der Sachverhalt, daß hier oder da die dortigen touristischen Sonderwege weniger grauenhaft seien als anderswo. Leider habe ich da selber nicht so sehr viel anzubieten. Von Bonn und Umgebgung muß ich in dieser Hinsicht leider eher abraten und die Flecken in Frankreich, die ich bezüglich der obigen Kritierien aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten als traumhaft in Erinnerung habe, sind offenbar z.T.in den letzten Jahren in einer Weise radwegverpestet worden, gegen die sich manche "Radfverkehrtanlage" in Deutschland schon als positiv abhebt - was etwas heißt. Der französische Schlendrian war, als sich dort noch niemand um Radfahrer gekümmert hat, im Effekt sehr positiv - man war halt Verkehrsteilnehmer wie jeder andere auch. Nun, da man es tut, und z.B. flächendeckend selbst untergeordnete Kreuzungen durch Kreisel ersetzt, bei denen eine z.T. irrsinnnige separate Verkehrsführung durch Beton und Bordsteinkanten erzwungen wird, wirkt sich dieser Schlendrian in äußerst negativer Weise aus. -- Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- Martin Speiser (23.08.2008 10:12)
- Wolfgang Strobl (24.08.2008 18:28)
- Martin Speiser (24.08.2008 18:39)
- Hans (24.08.2008 01:19)
- Wolfgang Strobl (24.08.2008 18:30)
- Hans (25.08.2008 01:10)
- Bernhard Agthe (25.08.2008 12:38)
- Anton Ertl (25.08.2008 22:27)
- Bernd aus Röthenbach (02.09.2008 13:36)
