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Re: WDR Umfrage zu Radwegen

Von: Jan Bartels (j.bartels@arcor.de) [Profil]
Datum: 13.07.2008 22:50
Message-ID: <487a6b55$0$7552$9b4e6d93@newsspool1.arcor-online.net>
Newsgroup: de.rec.fahrrad
Marcus Endberg hatte folgende News zu berichten:

> Im anschliessenden Studio-Interview mit Ulrich Kalle (ADFC NRW)
> kam sogar zur Sprache, dass Benutzungspflicht die Ausnahme sein
> sollte und dass Rad_wege an Knotenpunkten besonders gefaehrlich
> sind.
>
> Leider wurde aber nicht erwaehnt, dass man unbenutzbare
> Holperfallen wie die gezeigten Rad_weg-Fallen nicht benutzen
> muss und auf die Fahrbahn ausweichen kann. Das Thema
> Rad_wege und touristische Radrouten ist einfach zu komplex,
> um in derart kurzen Sendebeitraegen abgehandelt werden zu
> koennen.

Die Vermutung ist richtig. Ulrich Kalle bat mich, dazu folgende
Stellungnahme von ihm zu posten:

1. Auf die Regelungen zur "zuständlichen Unbenutzbarkeit" (hier bezeichnet
als "unbenutzbare Holperfallen") bin ich in Absprache mit der Moderatorin
bewusst nicht eingegangen, da dieser rechtlich schwierige Fall zu viel Zeit
zur ordentlichen Erklärung benötigt hätte (N.B.: das gesamte Interview
hatte
nur rund zweieinhalb Minuten!). Damit wäre kaum noch Platz für die anderen -
m. E. viel wichtigeren - Fragen geblieben.

2. Die Unterstellung, der WDR würde radwegekritische Anmerkungen
aussortieren [Anm. von Jan: siehe Posting von Marcus Endberg vom 01.07.] ist
schlicht falsch! Wenn etwas aussortiert wird liegt das normalerweise an
"fernsehtechnischen" Anforderungen: das Problem muss sich gut im Bild
darstellen lassen; es muss auch "Lischen Müller" in einem
90-Sekunden-Beitrag verständlich gemacht werden können etc. Insgesamt ist
die Zusammenarbeit mit dem WDR sehr gut und offen; die fachliche Beratung
durch den ADFC wird geschätzt.

Gruß,

Jan Bartels
ADFC NRW




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