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Kleiner Erfahrungsbericht zu Campa

Von: Helmut Eidmann (helmut.eidmann@arcor.de) [Profil]
Datum: 30.06.2008 23:04
Message-ID: <g4bhrk$4k6$00$2@news.t-online.com>
Newsgroup: de.rec.fahrrad
Ich bin vor einigen Tagen von einer Pyrenäentour zurück gekommen. Wir sind
mit einer kleinen Gruppe mit Rennrädern in Atlantiknähe aufgebrochen und
über einige bekannte TDF-Pässe gefahren, wie Aubisque, Tourmalet, Col de
Portet d'Aspet usw.  Unser Zielort war Narbonne am Mittelmeer.

Für diesen Zweck hatte ich mir extra eine Centaur-Kassette 13-29 gekauft.
Leider stellte sich dann heraus, dass mein Centaur-Schaltwerk nicht mit
dieser Kassette harmonierte. Ich konnte nicht richtig auf die beiden größten
Ritzel schalten, weil der Schaltwerkskäfig bei seiner Schwenkbewegung mit
den Ritzeln kollidierte.
Nach der Schaltwerksbeschreibung sollte das mit einer Einstellschraube am
Käfig hinzukriegen sein, aber das funktionierte nicht.
Nun war guter Rat teuer. Ich wollte mir nicht auch noch ein neues Schaltwerk
kaufen, also bin ich auf die Idee gekommen, mal einige Schaltwerke aus
meiner Teilesammlung auszuprobieren. Allerdings war ich der Meinung, dass
Campa mit allen anderen Systemen inkompatibel ist und konnte mir kaum
vorstellen, dass ich mit dem Versuch Erfolg haben würde. Aber es stellte
sich dann heraus, dass ein altes Sachs 8-fach MTB-Schaltwerk mit dem 10-fach
Ergopower von Campa perfekt zusammen arbeitet. Ich bin dann mit dieser
Konfiguration trotz anfänglicher Bedenken zu der Tour angetreten und kann
nun sagen, dass das über die Strecke von über 700 km mit sehr viel
Schaltarbeit bestens funktioniert hat. Es gab nicht die kleinsten Probleme
damit. Die Schaltvorgänge verliefen schnell und knackig wie mit dem
Original-Schaltwerk und die Kette lief sauber und ohne irgendwelche störende
Geräusche. Und die Stilpolizei hat's nicht gesehen ;-)

Zweite Erfahrung, mit Laufrädern Campa Vento: Ich hatte da zuerst etwas
Bedenken, weil ich mit ca. 87 kg nicht gerade ein Leichtgewicht bin.
Tatsächlich hatte ich dann damit unterwegs eine Panne, allerdings eher
harmloser Art. Am Vorderrad hatte sich an einer Speiche der Nippel gelöst
und sich völlig von der Speiche abgedreht, sodass die Speiche frei
herumbaumelte und der Nippel im Felgenhohlraum klöterte. Ich dachte
zuerst, die Speiche wäre gerissen, aber ich konnte abends den Nippel wieder
aus der Felge herausholen und das Laufrad wieder instand setzen. Danach gab
es keine Zwischenfälle mehr damit. Das Hinterrad lief nach der Tour noch
absolut ohne Seitenschlag.
Also kann man wohl sagen, es sind durchaus robuste Laufräder, denn sie
mussten auf den sehr langen und steilen Abfahrten und auf dem zum Teil
schlechten Fahrbahnbelag erhebliche Erschütterungen sowie starke
Bremsbelastungen aushalten.

Helmut



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