CDU/CSU + SPD + FDP: Mit Lobbyismus und Volldampf in die nächste Wirtschaftskrise
Von: rain.stu@cityweb.de [Profil]
Datum: 07.09.2009 08:58
Message-ID: <kob9a5tt1mie84no05e4j87p1lab08mir6@4ax.com>
Newsgroup: de.org.politik.misc
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Die Massenarbeitslosigkeit als permanete Wirtschaftskrise wird von den Verantwortlichen schon gar nicht mehr als solche bezeichnet. Allenfalls die Asienkrise und die Bankenkrise als Folge der amerikanischen Hypothekenkrise werden von der Politik noch als solche diskutiert (das Geld der Wohlhabenden ist ja auch betroffen). Die grundsätzliche, volkswirtschaftliche Diskussion zu den Ursachen all dieser Krisen wird von der Regierung und den Parteien des rechten Spektrums CDU/CSU, SPD und FDP verweigert. Man müsste eingestehen, dass sie selbst diese durch verfehlte Wirtschaftspolitik weitgehend mit verschuldet haben. Man darf beispielhaft daran erinnern, dass z.B. Hedge-Fonds von der Regierung Schröder erstmals in Deutschland zugelassen wurden. Einige Wochen später schwadronierte Herr Müntefering dann über "Heuschrecken". Die beliebte Methode: Das eine dem Volk erzählen und das andere tun. Hier ein vereinfachter Abriss aus volkswirtschaftlicher Sicht, über die Wechselwirkungen, die Wirtschaftskrisen verursachen. Die Zusammenhänge lassen sich an den drei Teilmärkten Realmarkt (Markt für Güter und Dienstleistungen), Kapitalmarkt und Arbeitsmarkt erläutern. Diese Märkte hängen in der Weise voneinander ab, dass z. B. die Renditen des Kapitalmarktes am Realmarkt erst einmal erwirtschaftet werden müssen. Am Arbeitsmarkt werden nur die Arbeitskräfte nachgefragt, die am Realmarkt für Produktion und Erbringung von Dienstleistungen benötigt werden. Kapitalmarkt und Arbeitsmarkt funktionieren somit nur, wenn der Markt für Güter und Dienstleistungen funktioniert. Der wesntliche Motor des Realmarktes ist aber der private Verbrauch bzw. der Konsum der Bürger (nicht vorrangig die Investionsgüternachfrage, da sie nur der Konsumentennachfrage folgt). Der private Verbrauch wird durch die für den Konsum zur Verfügung stehenden Einkommen wesentlich bestimmt, im Ergebnis vom Massenkonsum der Arbeitnehmer und unteren und mittleren Einkommensschichten. Lohnverzicht führt somit zu geringerem Wachstum und schadet direkt oder indirekt allen Teilmärkten.Wachstum am Realmarkt führt zu höherer Arbeitskräftenachfrage. Je höher das jeweilige Einkommen, desto geringer ist der Einkommensanteil, der für den Konsum verwendet und damit an den Realmärkten nachfragewirksam wird. Von der Politik sind also die Realmärkte zu entwickeln und nicht die Kapitalmärkte. Höhere Löhne führen zu mehr Arbeit und nicht zu weniger. Die gigantische Umverteilung von Einkünfte und Vermögen von den unteren und mittleren Einkünften an die höheren führt im Ergebnis zur Auszehrung der Konsumentennachfrage. Das Geld der Reichen wandert auf den Kapitalmarkt, gerne auch im Ausland, und nur zu einem geringen Anteil auf den Realmarkt. Das Missverhältnis von Kapital- zu Realmarkt, quasi die Blasenbildung hinsichtlich des Kapitalmarktes ist dann die eigentliche Ursache von Wirtschaftskrisen. Das überschießende Kapitalvolumen kann nicht mehr rentabel angelegt werden. Irgendwann platzt dann z.B.die Asien- oder Hypothekenblase. Die Lobbyhörigkeit der Parteien des rechten Spektrums und der Regierung schadet dann letztlich allen, auch den Reichen. Von den Dimensionen der Gerechtigtkeit und dem durch Massenarbeitslosigkeit verursachten Leid für Millionen von Menschen ganz zu schweigen. Glückauf. rst. ---- www.lobbycontrol.de www.attac.de/karten-auf-den-tisch Glück auf. rst. --- www.lobbycontrol.de www.attac.de/karten-auf-den-tisch[ Auf dieses Posting antworten ]
