Re: Kommata im Koma?
Von: Niels Ott (niels.ott@student.uni-tuebingen.de) [Profil]
Datum: 16.10.2008 12:28
Message-ID: <gd750c$r94$1@newsserv.zdv.uni-tuebingen.de>
Newsgroup: de.etc.sprache.deutsch
Datum: 16.10.2008 12:28
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Newsgroup: de.etc.sprache.deutsch
Lothar Frings schrieb: > Niels Ott tat kund: >> Schön und gut, aber wenn diese Kommata so schrecklich nötig sind, wie >> kommuniziert der Mensch dann überhaupt unfallfrei mündlich? Wird das >> wirklich so zuverlässig prosodisch abgebildet? > > <disclaimer> Keine Ahnung, was "prosodisch" heißt, > und auch keine Lust, es auszugoogeln. </> http://de.wikipedia.org/wiki/Prosodie - darunter fällt auch die Satzmelodie. Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass die Satzmelodie im Deutschen stark mit der syntaktischen Struktur zusammenhängt (StichwortE: Upstep und Downstep). Ob diese syntaktische Struktur durch die Zeichensetzung repräsentiert wird, ist eine andere Sache. > Eine Möglichkeit ist, kein Schriftdeutsch zu sprechen. > Diese Methode verwenden die meisten. Eine andere: > kleine Pause mit Stimmhebung. Nun, das ist, was Downstep beschreibt: Die Tonlage geht immer weiter runter, wenn eine nebensatzartige Struktur auftritt wieder eine Stufe nach oben. Darauf kommt noch ein Layer zum Fokus ("Betonung"). Siehe z.B. die Folien "Deutsche Intonation", leider kann man die nicht ganz direkt verlinken: http://www2.sfs.uni-tuebingen.de/~hubert/WS0607/PPTI/06_10_24.html Meiner Vermutung nach machen das auch die Nicht-Schriftdeutsch-Sprecher so, nur eben nicht wenn sie über ein imaginäres Komma stolpern sondern wenn sie fühlen, dass eine nebensatzartige Struktur beginnt. N.[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- Richard Loebner (16.10.2008 13:36)
- Niels Ott (16.10.2008 13:53)
- Der Lichtbringer (16.10.2008 18:46)
- Lothar Frings (17.10.2008 09:13)
- Rüdiger Silberer (17.10.2008 10:49)
- Wolfram Heinrich (17.10.2008 11:13)
- Dieter 'dtj-Hausmeister' Bruegmann (17.10.2008 13:47)
- Der Lichtbringer (17.10.2008 15:12)
- Rüdiger Silberer (19.10.2008 11:47)
