Re: andere Wege einspielen
Von: Rolf Magnus (ramagnus@t-online.de) [Profil]
Datum: 11.10.2008 12:07
Message-ID: <gcptsu$e8u$02$1@news.t-online.com>
Newsgroup: de.etc.sprache.deutsch
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Gunhild Simon wrote: > On 11 Okt., 09:41, Dieter Bruegmann <dieterbruegm...@gmx.net> wrote: >> Gunhild Simon schrieb am 10.10.2008 um 23.46: >> >> >> "Einspielen" halte ich bei Software (im Sinne von Programmen) für >> >> Jargon, ... >> > Ich habe mich kundig gemacht: Unter Softwareentwicklern ist >> > "einspielen" als Begriff für das Installieren von Programmen ein >> > völlig gängiges Wort. >> >> Nicht nur dabei. Auch Bewegungsdaten wurden in unsere Datenbanken >> eingespielt. >> >> >>> ... regelmäßige Updates bzw. Aktualisierungen  ... >> >> Dafür gibt es auch das schlimme Wort "einpflegen". >> >> > Auch dieses finde ich ganz treffend. >> >> Ich zucke dabei immer zusammen. Vielleicht weil es in meinem >> Berufsleben nie vorkam. > > Ich differenziere folgendermaßen: > Das Wort "einspielen" ist gängiger Jargon unter Programmierern. Hmm, nur wenn sie ein "eingespieltes" Team sind. ;-) Ich bin Programmierer, aber das Wort kommt in diesen Kreisen meiner Erfahrung nach nicht so oft vor. > Es ist außerdem auch für Laien wie mich unmittelbar verständlich. Ich kenne es auch eher von Laien bzw. Fachleuten, die mit solchen viel kommunizieren, also den im Thread irgendwo schon mal erwähnten Service-Leuten. > Vielleicht haben ja sogar Profis am Keyboard in anderes, spielerisches, > Verhältnis zum Rechner, als ich User, der froh ist, wenn alles seinen > gewohnten, störungsfreien Gang geht. Das ist doch langweilig. Wie kann man darüber froh sein? ;-) > Das Wort "einpflegen" ist mir, ohne daß es mir geläufig wäre, > unmittelbar verständlich. Daraus leite ich ab, daß es nicht schlecht > zusammengefügt sein kann. Es gibt viele Wörter, die mir unmittelbar verständlich sind und dennoch einen Brechreiz auslösen. > Ich verstehe aber, daß man manche deutsche Wörter, insbesondere jene, > deren englische Bezeichnungen einem längst in Fleisch und Blut > übergegangen sind, als verkrampft empfindet oder sie sogar, wie Du, > als "schlimm" bezeichnet. Es geht zwar auch, aber nicht nur darum, ob man das englische Wort gewöhnt ist, sondern auch darum, ob man das deutsche Wort als passend empfindet. Manche solcher deutschen Wörter sind gar genauso wenig verständlich wie das englische (auch wenn das in diesem Fall nicht so sein mag, ist es doch oft so). > Mein gänsehauterzeugendes Wort ist Netzplatz für Site. Und die gegenüberliegende Seite ist der Webstuhl? > Dabei kann es eben anderen damit ganz anders gehen: erleichtertes Aufatmen > für soviel Unkompliziertheit. Ich vermute es mal, denn sonst wäre das Wort wohl nie entstanden.[ Auf dieses Posting antworten ]
