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Re: Beispiele für aristotelische Einheitlichkeit

Von: Karl Self (karl.self@gmx.net) [Profil]
Datum: 22.06.2008 19:53
Message-ID: <1ad20f18-0411-495b-8fb7-29a375193a20@b1g2000hsg.googlegroups.com>
Newsgroup: de.etc.sprache.deutsch
> > Hallo, ich suche möglichst prominente Beispiele für Stücke
(Theat
er,
> > Film, Roman) bei denen die drei aristotelischen Einheiten von Ort,
> > Zeit und Handlung gewahrt werden.
>
> Ne, also wirklich nicht. Das kannst du - was das Theater betrifft - selbe
r
> nachschlagen oder dir ergoogeln. Daß die aristotelische Einheit beim Ro
man
> eine Rolle spielen würde - nie gehört. Film: "Cocktail für eine
Lei
che"
> (The Rope) von Hitchcock. Hitchcock erweckt hier sogar den Eindruck, als
> wäre der Film in einer einzigen Kameraeinstellung gedreht worden.
>
> > Bonusfrage:  gibt es ein modernes Stück, bei dem die aristotelische
n
> > Einheiten gewahrt werden?
>
> "Die Physiker" (*), "Romulus der Große", beide von
Dürrenmatt. Beim
> "Romulus" ist die Einheit nicht ganz so streng, aber doch relativ. Und da
nn
> natürlich "König
Ödipus".http://web.tiscali.it/korff/Oedipus-Komoed
ie.pdf
>
> > Superduperfrage:  was ist überhaupt die Relevanz bzw. der Zweck die
ser
> > aristotelischen Vorgaben?
>
> Darüber hat sich dein Lehrer ausgeschwiegen?
>
> > Ich hoffe Ihr seht es mir mangels besserer Möglichkeiten nach dass
> > diese Frage thematisch nicht ganz in diese newsgroup passt.
>
> Na ja, de.rec.kunst.theater gäbs noch. Vielleicht freut sich dort sogar
> einer, daß endlich mal wieder jemand die Gruppe aus dem Todesschlaf wec
kt.
>
> Ciao
> Wolfram
>
> (*) Vorspruch von Dürrenmatt: Einer Handlung, die unter Verrückten sp
ielt,
> kommt nur die klassische Form bei.

Danke, Wolfram.
Stimmt, die Frage könnte einer Hausaufgabe entsprechen.  Aber keine
Bange, sie entspringt rein persönlichem Interesse.  Ich höre nur immer
wieder von der aristotelischen Einheitlichkeit, und wundere mich dass
die doch immer wieder angeführt wird, obwohl sie ja irgendwie ziemlich
hanebüchen ist.  Aus moderner Sicht wohl eher so etwas wie ein
radikales Stilmittel denn ein ästhetisches Ideal.
An Filmen fällt mir gerade noch "Duel" von Steven Spielberg ein ...

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