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Re: Hexenverfolgung

Von: anonym (just4000@gmx.net) [Profil]
Datum: 27.10.2006 17:28
Message-ID: <454225aa$0$31346$9b622d9e@news.freenet.de>
Newsgroup: de.etc.selbsthilfe.missbrauch
> Ich stimme zu, dass man mit der Psychatrie in D schlechte Erfahrungen
> machen kann.
>
> Nur, ich wuerde da keine Böswilligkeit unterstellen,
> sondern schlichtes Unvermögen: da wird auf Trial-und-Error
> Basis ohne jegliche Kontrolle, und praktisch ohne Haftungsrisiko
> fuer den behandelnden Arzt, an der Psyche eines Menschen herumgeschraut,
> häufig auch mit Medikamenten welche schwere Nebenwirkungen
> haben. Aus meiner Sicht ist das so ungefaehr auf der
> Qualitätsebene des mittelalterlichen zur-Ader-Lassen. Und ist
> erstmal eine zu einer Zwangseinlieferung fuehrende Fehldiagnose gestellt,
> kommt der Patient so schnell nicht mehr aus der Falle heraus.

Gut so - richtig - das kann ich auch 100% nachvollziehen!
Man glaubt garnicht was da vorsich geht, patienten werden auch gleich
mundtot gemacht!

>> So auch geschehen bei mir als ich durch einen Elternstreit zwei wochen
>> vor
>> meinen 18 in einer geschlossenen Station zur Beobachtung gestrandet bin.
>> Auf
>> die Aussagen von meiner Mutter hin was ich alles in der Vergangenheit
>> angestellt hatte wurde ich über Monate ruhig gestellt.
>
> Von den eigenen Eltern eingeliefert zu werden ist schwer
> zu verdauen. Man fuehlt sich von den eigenen Eltern abgeschoben
> und im Stich gelassen. Möglicherweise auch als eine
> Art Geisel oder Spielzeug im Machtkampf der eigenen Eltern.
> Das alleine tut schon ziemlich weh, unabhaengig von den
> tatsaechlichen Erfahrungen in der Psychiatrie.

Nunja - in meinen Fall kommt auch eine psychisch kranke person vor: Meine
Mutter!
Als ich für das Wochenende untergebracht war meldette sie sich montag früh
vor ort. Dann hat sie 2 Stunden lang bei der Ärztin übertrieben ausgeführt
was ich so angestellt hätte und einiges dabei erfunden. (ich würde mit
unsichtbaren personen reden und mich danach nicht mehr erinnern)
Nach einiger Zeit stellte sich dann heraus das meine Mutter doch ziemlich
psychotisch ist (und die ärztin vileicht merkte das sie was falsch gemacht
hat - ich bekam nähmlich den gleichen Tablettenhaufen wie dieser Pappa-Graf
auf unserer Station). Jedenfalls stand im Arztbericht: ... Mutter
Psychotisch. Patien wurde erfolgreich mit Haloperidol behandelt. ...
Ich könnt sagen da hätten die mir das Leben ruhiniert, aber das hat meine
Mutter schon vorher getan indem ich meine schule verlassen mußte...

> Und dann ist da noch der ganze Sch****d**ck, den das
> Kind vorher mitbekommt. Der Streit der Eltern faengt ja nicht
> plötzlich an einem Tag an, nein, dem geht haeufig eine
> Eskalation ueber Jahre hinweg voraus, mit entsprechenden
> Auswirkungen auf das Kind.




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