Meine Geschichte, die Zukunft und Bitte um "Aufnahme"
Von: Martin Berthot (elbenkrieger@kaffeeschluerfer.com) [Profil]
Datum: 07.04.2007 10:08
Message-ID: <4617517a$1@news.arcor-ip.de>
Newsgroup: de.etc.selbsthilfe.gehoer
Datum: 07.04.2007 10:08
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Schönen guten Tag und einen Gruß an die Group, ich bin erst seit zwei Tagen angeschlossen und dies ist meine erste Nachricht. Ich bitte also, auftretende Formfehler zu entschuldigen. Also, kurz zur Person: Mein Name ist Martin, ich bin 27 Jahre alt, und versuche, die Zeit an der Universität Jena möglichst erfolgreich zu gestalten. Seit dem Februar 2006 plagt mich ein dekompensativer, beidseitiger Tinnitus mit ca. 6000 Hz und 55 dB. Nach dem im Endeffekt frustrierenden Marathon durch die Wartezimmer bei HNO, Neurologen, Psychiatern, MRT etc... habe ich mich irgendwann damit abgefunden, dass mich dieses Geräusch wohl nie mehr los lässt. Seit dem Oktober 2006 trage ich auch diese wunderbaren Rauscher, auch wenn sich allmählich immer mehr Skepsis hinsichtlich deren Wirksamkeit aufbaut. Ich denke, ich habe dann auch durchaus übliche Folgeerscheinungen erlebt. Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit... daraufhin depressive Episoden, psycho-emotinale Reflexionsunfähigkeit, Soziophobie. Im Moment bin ich ein wandelndes pharmazeutisches Labor. Esse kaum noch was, weil ich allein durch die Tabletten schon satt bin ;-) Was mir am meisten dabei zu schaffen machte, ist quasi mein Umfeld. Am Anfang waren alle noch ganz mitfühlend, irgendwie jedenfalls, aber alle haben sich besser daran gewöhnt als ich. Wenn ich nun darauf verweise, und deshalb Kino, Parties etc. absage, stoße ich zunehmend auf Unverständnis. Der Gedanke, in eine Therapiegruppe zu gehen, istfür mich wenig praktikabel. Deshalb fand ich es ganz wunderbar, als ich durch Zufall meinen Client am Usenet anmeldete und diese Gruppe fand. Ich bin mir sicher, dass die obigen Zeilen bei Ihnen wenig mehr als Langeweile erzeugen, aber ich weiß, dass alles es nachempfinden können. Nach etlichen Grabenkämpfen am Telefon und Schreibtisch habe ich auch endlich eine stationäre Therapie genehmigt bekommen. Mein ambulanter Psychologe ist zwar ein ganz wunderbarer Mensch, aber er meint selber, dass er mir nur wenig konkret helfen kann. Im Mai werde ich also in den Odenwald fahren und mich in der Klinik Schloß Weidlingen behandeln lassen. Dies war also auch nur die Herleitung zu meiner Frage. Hat jemand von Ihnen schon einmal einen längeren Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik gehabt? Ich würde die verbleibende Zeit gerne nutzen, um mich seelisch und moralisch auf diese Situation einzustellen. Ich reagiere im allgemeinen etwas unsicher und komisch auf neue Umfelder. Wie kann ich also das bestmögliche Ergebnis aus dieser Chance ziehen? Bringt sowas nach Ihrer Erfahrung überhaupt etwas? Ich freue mich auf Ihre Reaktionen, bin froh, diese Plattform gefunden zu haben und würde gerne auch in Zukunft mit Lesezeit und Austausch in Kontakt bleiben. Vielleicht ergibt sich mal die Gelegenheit, jemanden anderen aufzubauen. Mit den besten Wünschen, Martin[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Helmut Hullen (07.04.2007 11:17)
- Henrik Baartz (13.04.2007 10:48)
- Helmut Hullen (13.04.2007 12:18)
- Henrik Baartz (15.04.2007 21:04)
- Helmut Hullen (15.04.2007 22:08)
- Juergen Kuehne (15.04.2007 23:05)
- Helmut Hullen (16.04.2007 00:00)
- F.Oertel (16.04.2007 23:42)
- Juergen Kuehne (12.04.2007 15:19)
- Martin Berthot (13.04.2007 07:53)
