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"Gimmirdaigeld, gimmirdaigeld" - Verriss eines Jahrhundertwerkes

Von: Georg Butz (butz4500@t-online.de) [Profil]
Datum: 18.07.2008 13:30
Message-ID: <g5puot$a1a$03$1@news.t-online.com>
Newsgroup: de.etc.schreiben.prosa
"kap" <kap.geschlosssene.dr.fendt@brd.de> schrieb im Newsbeitrag
news:g5g06l$t1g$1@news01.versatel.de...

Kurzes Vorgeklimper:
Wie der als terroristischer Anschlag gewertete Text "Stadtfahrt" der
Geschlossenen von Dr. Fendt entweichen konnte, ist immer noch nicht
vollständig geklärt. Tatsache ist, daß just zur gleichen Zeit ein
geistig verwirrter undergroundler, der sich für Dürrenmatt hielt und
schon seit längerem in der Obhut eben jener Geschlossenen war, unter
Verwendung des bekannten Tricks "Besuch einer alten Dame" mit einem
Taxi flüchtete. Experten schließen einen zufälligen Zusammenfall
dieser beiden Ereignisse aus, zumal der verwirrte undergroundler
ständig "Gimmirdaigeld, gimmirdaigeld, ich bin Caeser der Vierzehnte,
Retter der letzten Freiburger Intoleranz" stammelte, eine Phrase, die
so oder so ähnlich auch in dem terroristischen Anschlag "Stadtfahrt"
zu finden ist. Möge Gott diesem wirren Geist die Verbreitung des
Textes verzeihen, die Vereinigung aufrechter multikultureller
Germanisten kann, will und wird es sicherlich nicht tun.





> Stadtfahrt
>
> Textpassagen mit * markiert sind im Original in Kursivschrift!

Schon in diesem ersten Satz wird der geneigte Leser schamlos belogen,
zufällig liegt dem Rezensenten das Original vor, und da ist nichts von
Kursivschrift zu sehen (vgl.  Friedrich Dürrenmatt, "Der Besuch der
alten Dame", Diogenes, 1980.)

>
>
> »Gimmirdaigeld, gimmirdaigeld, deine Kette, deine Uhr,
gimmirdaigeld,
> gimmirdaigeld, deine Jacke, deine Schuhe, gimmirdaigeld,
gimmirdaigeld, gib
> mir alles, was du hast, und ich zieh dich ab zum Spaß .
>
> Wir kommen aus Freiburg, representen unsere Stadt, unsere Straßen,
unsere
> Viertel und die Homies aus dem Block. Wir leben in Freiburg, neben
Türken,
> Albanern, Arabern, Afrikanern, Zigeunern, Russen und Bosniern. Wir
rappen
> von Freiburg, weil das Leben hier hart ist. Jeder gegen jeden, kein
> Vertrauen, wie bei H-Junkies.
>
> Fickst du mit Freiburg, wirst du platt gemacht. Fünf aufs Maul, du
Napf, von
> allen Seiten der Stadt. Freiburg . (Don't play with these kids ...).
> Freiburg ... Freiburg ... (Don't play with these kids ...).«
>
> Zitat aus dem Rap: »GimmirdaigeldFreiburg«, der »Rapkillaz«
(Ren da
Gemini),
> deren Wiege in Freiburg-Weingarten stand, einem sozialen Brennpunkt.

Die Wiege der Wildecker Herzbuben stand übrigens in der
Herzileinstraße, einem sozialen Brennpunkt von Wildeck, da sie den
Verkehr behinderte, mußte sie allerdings 1990 durch eine aufwendige
Sprengung entfernt werden...

>
> Textpassagen mit * markiert sind im Original in Kursivschrift!

Auch die Wiederholung einer Lüge macht sie nicht wahrer, du Schelm....

>
> Ich hatte mal wieder die Arschkarte gezogen. Morgens Ahmed, Samir
und Latif
> im Asylbewerberheim abholen (das eine so schlechte
Nahverkehrsanbindung
> besaß, dass die Stadt Freiburg die Kosten für die Taxifahrten
übernahm) und
> zur Schule bringen. Danach Frau Mühlenberg in der Tagesstätte für
> Demenzkranke abliefern (»Sind sie der neue Fußpfleger, wohin fahren
wir denn
> überhaupt?«) und anschließend den Kappenklatscher zur
Caritas-Werkstatt
> fahren.

Asylbewerber, Demenzkranke, geistig Behinderte - und das alles von der
Stadtkasse Freiburg finanziert, wahrlich eine Arschkarte für jeden
aufrechten deutschen Taxifahrer ...


> Tja, der Kappenklatscher... Udo schraubte bei der Caritas morgens
> irgendwelche Teile zusammen, die er dann  nachmittags wieder
auseinander
> nahm. Die Arbeit war ihm wichtig, deshalb lebte er in ständiger
Angst
> unpünktlich zu sein. Er fragte alle zwanzig Sekunden nach der
Uhrzeit und
> schlug sich, zwischen den Fragen, ständig mit der flachen Hand auf
seine
> Baseballkappe.

So, damit der Leser sich das noch etwas genauer vorstellen kann,
folgende Berechnung: Da Udo alle 20 Sekunden nach der Uhrzeit fragt,
das Stellen der Frage selbst ca. 4  Sekunden dauert und das
(einmalige)Klappenklatschen ca. 2 Sekunden, klatscht Udo ca. 8 mal pro
Intervall und ca. 24 mal pro Minute auf die Kappe...


> Das nervte ungemein, besonders, wenn man unmittelbar davor
> schon das Vergnügen mit Frau Mühlenberg hatte. »Wie viel Uhr ist
es?«,
> fragte er mich zum fünften Mal.

...also nach 100 Sekunden bzw. nach 40 Kappenklatschern, kein Wunder,
daß Kap einen an der Klatsche hat, findet ihr nicht?


> »Kurz vor Acht!« KLATSCH! KLATSCH!
> KLATSCH! »Wie viel Uhr ist es?«

So, und hier haben wir dann auch schon eine ziemlich große
Unstimmigkeit im Text. Wie die Berechnungen zeigen, können von "Kurz
vor Acht" und "KLATSCH! KLATSCH! KLATSCH!" allerhöchstens 10 Sekunden
vergangen sein (die Frage nach der Uhrzeit jetzt mal netterweise
mitgerechnet). Da Udo nach "KLATSCH! KLATSCH! KLATSCH!" erneut nach
der Uhrzeit fragt, müßten aber laut Ausführungen des Autors 20
Sekunden vergangen sein. Korinthenkacker? Nein, denn wenn der Autor
schon eine derart detaillierte Beschreibung im Sekundenbereich
liefert, dann sollte sie auch stimmen. Aber das ist beileibe nicht die
einzige Unstimmigkeit in diesem Text, darauf kann der Leser einen
lassen, und Kap sowieso....

> »Verdammt nochmal, Udo, wir kommen auf jeden
> Fall viel zu spät.« Udo klatschte so wild auf seiner Kappe herum,
dass ich
> bis zur Ankunft am Fahrziel kein Wort mehr vom Funkverkehr verstand.

Auch hier wieder Schluddrigkeit vom Feinsten, ein gesprochene Wort
dauert durchschnittlich eine halbe Sekunde, das Klatschgeräusch ca.
ein Zehntel einer Sekunde, wenn überhaupt, dann ist bei einem
Klatschintervall (2 Sekunden) allerhöchstens ein Fünftel eines Wortes
nicht verständlich, den Rest (immerhin ca. 3 ganze Worte und 4 Fünftel
des vierten Wortes) kann man sehr gut verstehen, es sei denn, wir
befinden uns gerade in einem Frageintervall.

> Vor der
> Werkstatt angekommen, hechtete der Kappenklatscher aus dem Auto und
hetzte
> im Schweinsgalopp zum Tor. Ich atmete tief auf. Zu früh!
>
> »Cäsar Vierzehn!«
> »Vierzehn hört!«
> »Bist du frei?«
> »Ja!«
>  »Weddigenstraße 5, Kindler. Bitte behilflich sein!«,
>
> dröhnte es aus der Büchse der Pandora.

ja ja die Büchse der Pandora, wollen wir hoffen, daß aus deiner Büchse
der Pandora endlich mal auch die Hoffnung entfleucht, ansonsten wirst
du wohl ein hoffnungsloser Fall bleiben... Jesus Christus, was für
eine platte Metapher für das Funkgerät, tse tse tse, wie tief bist du
nur gefallen...

> Ausgerechnet Kindler, der Mann mit
> dem hoffnungslos fortgeschrittenen Krebs, der sogar mit Rollator
kaum noch
> laufen konnte. Fahrzeit von der Weddigenstraße bis zur Tubi, der
> Tumorbiologie, fünf  Minuten, Zeitaufwand insgesamt eine gute halbe
Stunde.
> So paradox es klingt, die Tatsache, dass Herr Kindler ein sehr
sympathischer
> Mensch war, kam erschwerend hinzu. Seinen rapiden Verfall zu
verfolgen, ließ
> weder mich, noch  die meisten meiner Kollegen kalt. »Cäsar Vierzehn,
kam der
> Auftrag an?« Ich bestätigte und fuhr los, in der Hoffnung, dass es,
nach
> dieser Horror-Serie, nur noch besser werden könnte.

Da geht es dem "Helden" wie mir, ich hoffe auch, daß es nach dieser
Horrorserie von peinlichen versteckten Diskriminierungen und platten
Plattitüden nur noch besser werden kann..


> Doch weit gefehlt!

Das habe ich befürchtet, und tatsächlich, die dicken Klopper kommen
erst noch...

> Der
> nächste Auftrag war vom Feinsten, er führte mich in den Stadtteil
> Weingarten, ins Gipsy. Renaldo, der von sich selbst behauptete, der
schönste
> Zigeuner Deutschlands zu sein, hatte einen gewaltigen Glimmer im
Gesicht,
> das bedeutete: langwieriges, zähes Feilschen um den Fahrpreis -
Fahrstecke
> fünfhundert Meter Luftlinie. Nachdem das geregelt war (Fünf Euro,
wie
> immer), trank er erst in aller Seelenruhe sein Bier aus, bevor er
endlich
> bereitwillig zum Taxi torkelte und äußerst zeitraubend einstieg. Ich
wich
> einem, mitten auf der Straße liegenden, leeren Einkaufswagen aus und
> überfuhr beinahe einen, im Zickzack freihändig fahrenden, von oben
bis unten
> tätowierten Radler im Unterhemd, der mir, »Kurwa!, Kurwa!«
brüllend,
den
> Stinkefinger zeigte. Da ich Renaldos Aufforderung: »Ramm den
Dinelo!«
> ignorierte, verlief die kurze Fahrt, mit dem schönsten Zigeuner
> Deutschlands, ohne weitere Zwischenfälle.

Es würde mich nicht wundern, wenn ich, noch nicht, am Ende deines,
Textes, angekommen, an einer, Überdosis, Kommata, krepierend, röchelnd
auf diese, meine, Tastatur knalle, Hilfe,,,,


> Mein Folgeauftrag:»Hol im
> Anschluss noch Wein und Zigaretten für Harry«, ließ mich auf einen
Fünfer
> Trinkgeld hoffen. Ich kurvte also gleich zurück,

"Kurva, Kurva"


> zum Einkaufszentrum, in der
> Krozinger Straße, stellte mein Taxi ab, schaltete die Glocke ein,
und ging
> in den Lidl. Dort kaufte ich vier Flaschen Rheinhessen, für je 1,69
und zwei
> Schachteln Goldfield. Es war Monatsanfang, Harry hatte sein Hartz lV
> überwiesen bekommen, laufen kam für ihn die nächsten Tage nicht in
Frage,
> dafür gab es ja Taxis. Und so fuhr ich die hundertfünfzig  Meter bis
zum
> Hochhaus Krozinger Straße 78. In dem versifften Aufzug, mit der
flehenden
> Bitte an der einen Wand: »Liebe Ausländer, lasst uns nicht mit
diesen
> Deutschen allein«, und der nicht zu widerlegenden Behauptung an
einer
> anderen: »Ficken macht Freude!«, stank es nach Pisse. Egal, Harry
war gut
> drauf und gab mir den üblichen Fünfer Tip. Das rückte meine
Weingarten-Tour
> wieder etwas mehr in den grünen Bereich. Doch der dritte Auftrag, im
> Multikulturellen-Begegnungszentrum-Weingarten, änderte die Sachlage
> schlagartig. Es war mühsam genug, den fünf Negern klarzumachen,
> dass ich
> maximal nur vier Personen mitnehmen könne, auch wenn einer von ihnen
bereit
> wäre, auf dem Schoß eines anderen zu sitzen.

Ja klar, im Multikulturellen-Begegnungszentrum-Weingarten wimmelt es
nur so von dummen Negerbuben, denen man nicht einmal die einfachsten
Dinge klarmachen kann, peinlich, peinlich...



Als sie aber noch, sehr
> aggressiv, die Forderung stellten, ich solle wenigstens an jeder
roten Ampel
> die Uhr stoppen,  bis wieder grün wäre, platzte mir der Kragen. Ich
ließ sie
> stehen, drückte den Funkknopf und meldete der
Zentrale: »Fehlfahrt!«,

Naja, deutsch konnten die fünf Bimbos ja anscheinend wenigstens, oder
haben sie dem letzten aufrechten deutschen Taxihelden den
komplizierten Sachverhalt gar mit Handzeichen erläutert?


Zum
> Ausgleich durfte ich gleich wieder Ahmed, Samir und Latif an der
> Mooswald-Schule abholen. Im Anschluss, in der Tubi, Herrn Kindler,
der
> seinen Cocktail geschlabbert hatte. Herr Kindler sah beschissen aus,
und
> wieder einmal fragte ich mich, warum er sich überhaupt noch der
Tortur einer
> ambulanten Chemo-Therapie aussetzte. Mhm, ich hatte vorhin schon mal
das
> Gefühl den Faden verloren zu haben. Eigentlich wollte ich euch doch
was ganz
> anderes erzählen. Ach ja, diese Stadtfahrt ...

Ja, das Gefühl habe ich auch schon die ganze Zeit, oder besser noch,
ich habe das Gefühl, daß du dich hier vor lauter Faden erzähltechnisch
ziemlich verstrickt hast, aber dazu weiter unten mehr...


>
> Einige Stunden später lehnte ich mich, auf Feierabend eingestellt,
an mein
> Taxi und genoss die milde Herbstsonne, eine wahre Erholung, nach den
> vorangegangenen Strapazen. Ihr werdet sicher verstehen, dass ich
wenig Lust
> spürte, den Funkauftrag: »Hotel Colombi, Frau Rosenbaum«,
auszuführen zumal
> die Gäste des Fünf-Sterne-Hotels für ihre Arroganz und ihren Geiz,
> berüchtigt waren. Mein Fahrgast, Mitte Siebzig, eine Dame,


da ist sie ja, die alte Dame, jede Wette, daß sie Rosenbaum oder
Rosenstiehl oder Rotholz oder so heißt ... ach, das hast du ja oben
schon erwähnt, Rosenbaum heißt sie, was für ein Zufall, wußt ichs
doch...


Designerschuhe
> (vermutlich Sergio Rossi), elegantes, sehr geschmackvolles Kostüm,
Louis
> Vuitton-Täschen und silbergraues Haar, dessen Farbe und Schnitt
sofort
> verrieten, dass dort ein Meister seines Faches am Werke gewesen war,
> erfüllte meine Erwartungen voll. Als ich ihr die Beifahrertür
öffnete, sagte
> sie sehr kühl und distanziert, in ausgezeichnetem, fast akzentfreiem
> Deutsch:

Naja, gelernt ist eben gelernt

>
> »Wenn sie nichts dagegen haben, möchte ich im Fond sitzen.«
> »Ganz wie sie wünschen.«
> »Zum jüdischen Friedhof, bitte.«

Logisch, wohin sonst...

>
> Die Fahrt zum jüdischen Friedhof, in der Elsässerstraße, verlief
schweigend.
> Für mich war die Acht-Euro-Dreißig-Fahrt schon abgehakt, doch die
Dame bat
> mich zu warten. Ich meldete der Zentrale: »Stadtfahrt«, stieg aus
und
> zündete mir eine Zigarette an. Nach zwei weiteren, kam mein Fahrgast
> zurück. »In die Belfortstraße 26, bitte.« Damit war auch bis
zu
diesem
> Fahrziel alles gesprochen.
>
> Bei der Belfortstraße 26 handelte es sich um ein unscheinbares,
sogar ein
> wenig heruntergekommenes Mehrfamilienhaus, direkt gegenüber der
> Universitätsbibliothek. Ich fragte mich noch, was jemand, vom
Colombi in
> diesem alten Kasten wollte, als die Dame auch schon selbst die Tür
öffnete
> und mit einem Fotoapparat in der Hand ausstieg. Sie ließ mir nicht
viel Zeit
> zum Nachdenken, schoss nur drei oder vier Bilder und kam dann gleich
zurück.
>
> »Zum Colombi?«
> »Nein, ich fliege morgen zurück und möchte noch einige
Eindrücke vom
> gegenwärtigen Freiburg mitnehmen.«
>
> *Aha, Madame geruhen mit den unteren Chargen zu sprechen.*

Wie, soll der mit * eingerahmte Satz, der angeblich im Original kursiv
geschrieben ist, ein Gedanke des letzten aufrechten deutschen
Taxihelden sein??? Aber wie soll der Leser (Zuhörer), den du ja
mehrmals hier im Text ansprichst, also z.B. ich, diesen Gedanken
wahrnehmen, es ist doch ein Gedanke??? Oi, oi, oi, was für ein
Anfängerfehler...



>
>  »Schwerpunkt Innenstadt?«
> »Beginnen wir mit dem Platz der alten Synagoge, und dann sehen wir
weiter.«
>
> Ich schaute verstohlen auf den Ticker: E 28,70, *IMMERHIN!*, setzte
den
> Blinker und bog nach links ab, in den Werderring, zum Platz der
alten
> Synagoge, Entfernung einhundert Meter Luftlinie.
>
> »Soll ich hier halten?«
> »Nein danke! Fahren sie einfach weiter.«
>
> Das wunderte mich nicht, am Patz der alten Synagoge gab es nichts zu
sehen.
> Eine Bushaltestelle, mehr nicht. Ich fuhr in die Bertoldstraße,
Richtung
> Bertoldsbrunnen.
>
> »Hier beginnt die Fußgängerzone, sozusagen die Shoppingmeile
Freiburgs,
> weiter geht's nicht. Ich muss jetzt rechts abbiegen.«
> »Dann tun sie das doch.«
>
> *Herzlichen Dank!*
>
> Also tuckerten wir, mit der vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit,
die
> Universitätsstraße entlang, Richtung Martinstor. Kurz vor der
Einmündung in
> die Kaiser-Joseph-Straße fragte mich mein Fahrgast:
>
> »Würden sie mir freundlicherweise ihr Alter verraten?«
>
> *AHA!*
>
> Ich hielt an und ließ die Straßenbahn durch.
>
> »Ich darf hier nicht schneller fahren, und keine Angst, meine letzte
> Fahrtüchtigkeitsprüfung liegt erst drei Monate zurück.«

Ojeh, ojeh, platter geht es ja nun wirklich nicht mehr, das ist ja
gerade mal Schulaufsatz-Niwo, oder sieht unser letzter aufrechter
deutscher Taxiheld durch zu viel Alkoholgenuß tatsächlich schon älter
aus als die alte Dame?



> »Meine Frage hat einen anderen Hintergrund. Sind sie Freiburger?«
> »Ja.«
> »Dann wissen sie vielleicht, ob dies hier die frühere
Adolf-Hitler-Straße
> ist?«
> »Sie ist es.«

Naja, Dialoge sollte man schreiben können, gelle Kap....
Komm ich habe Erbarmen, den Rest schnippe ich, vor allem natürlich
diesen bescheuerten Endlösungs-Spruch.
Resümee: Sprachlich mehr als dürftig, inhaltlich durch den
transparenten tendenziösen Charakter  grundsätzlich mehr als
fragwürdig, strotzt dein Werk ja nur so von "Rassismen" und Sozialneid
und sagt deswegen viel mehr über dich als Autor aus als über die
Situation Freiburgs oder gar der Gesellschaft in Deutschland. Ab dafür
in die Tonne, dem Ding kann nicht einmal mehr ein
Literaturnobelpreisträger eine Spur von Leben einhauchen. Du bist für
mich der lebende Beweis dafür, daß man nach 10 Jahren schreiben
tatsächlich schlechter werden kann.

Gruß
Georg



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