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Re: paradiesische Zustände

Von: Karl-Ludwig Diehl (spaceoffice@web.de) [Profil]
Datum: 10.05.2008 15:41
Message-ID: <e6656516-588d-485a-9fdf-b22c9f4bdd0a@a23g2000hsc.googlegroups.com>
Newsgroup: de.etc.schreiben.lyrik
On 9 Mai, 17:39, Karl-Ludwig Diehl <spaceoff...@web.de> wrote:

> manchem ist das
> ein Gespenst
>
> -das in Europa umgeht-
>
> K.L.


Ich wurde privat angemailt mit der Bitte, diesen
Hinweis zu präzisieren. Kein Problem:
die Grunderkenntnis, als Essenz aus allem
herausgezogen, ist, daß die Menschen alle gleich
sind. Wer das als Ideal aufstellt, danach
trachtet, dem kann die große Angst
der Leute davor entgegen-
schlagen, der Reichtum, der erwirtschaftet wird,
müsse gleichmäßig an alle aufgeteilt werden, sodaß
jeder Mensch gleich gut abgesichert ist.
Dann wird aus dem Gleichheitsgedanken ein Gespenst.

Im Christentum ist dieses Ausgleichsverfahren in
das Jenseits verlagert. Dort wird dann nach
Himmel und Hölle als Aufenthaltsort der verstorbenen
Menschen sortiert. Darin besteht u.a. die Unreife
des Gedankengebäudes des Christentums. Ein Jüngstes
Gericht sortiert die Sozialverhältnisse im Jenseits.
Gleichheit wird auch da nicht geschaffen. Das
Gespenst ist hier die ungleiche Behandlung. Es
würde auf Erden Gute und Böse geben. Danach richte
sich der Aufenthaltsort im Jenseits.

Ein seltsamer Apfel, der vom Stamm gepflückt wurde.

K.L.

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