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Re: Vom goettlichen Rot

Von: Udo Schmitt (robin@dashierweg003schmitt.de) [Profil]
Datum: 02.11.2007 08:20
Message-ID: <fgej19$6mj$1@online.de>
Newsgroup: de.etc.schreiben.lyrik
Hi Ralf,

ich wäre schon etwas enttäuscht gewesen, wenn sich hier niemand inhaltlich
mit dem Text auseinander gesetzt hätte.

>
> Sehr aufrührerisch, Du vor Gott. Du stellst Dich nach aussen, willst da
> auch bleiben, aber lässt jede Konsequenz vermissen.

Vorher schwarz, nachher schwarz - und der göttliche (rote) Zauber hat nichts
bewirkt.

> 'Das Rot hat uns beide fast umgebracht' ist der Schlüsselsatz, 'fast' das
> Schlüsselwort. Man kann das zwischen Verbortheit und Hilferuf
> interpretieren, ich sehe mich nicht in der Lage, dies zu entscheiden. Aber
> gut ist es in beiden Fällen. Hast ein schönes Gedicht geschrieben.
>

Der Leser kann sich natürlich für diesen oder jenen Weg (einer
Interpretation) entscheiden, der Autor sollte ihn aber nicht vorgeben -
zumindest bei diesem Gedicht. Meiner Meinung nach lebt das Gedicht davon,
dass man "in ihm" ganz viele Dinge entdecken kann. Für mich haben die
"Schlüsselsätze" natürlich schon eine ganz bestimmte
Auflösung - aber die
kann für einen Leser ganz anders sein.

Ciao

Udo



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