Re: Einkaufsstreß mit Verkäufern
Von: Günter Hackel (g.hackel@web.de) [Profil]
Datum: 27.03.2008 18:09
Message-ID: <6522muF2dhprmU1@mid.individual.net>
Newsgroup: de.etc.haushalt
Datum: 27.03.2008 18:09
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Jochen Kriegerowski schrieb: > "Günter Hackel" <G.Hackel@web.de> schrieb > >> Dann sage doch einfach: "Danke, ich weiß schon, was ich möchte, vergleiche >> nur noch die Preise" (oder sowas in der Art) > > Na das mache ich doch auch! Trotzdem gehe ich in solchen Fällen > lieber in Läden von denen ich weiß dass ich dort keine Beratung > erwarten kann. > Ich weiß: Pech für die "Beratungsläden". Aber Läden sind für die > Kunden da und nicht umgekehrt. Es ist nicht mein Job, die Arbeits- > plätze von Fachpersonal zu sichern. Ja: Klingt hart. Hallo Du tust damit allen wirklich engagierten und sachkundigen Verkäufern bitter Unrecht die nur ihre Arbeit tun wollen und förderst mit so einem grundsätzlich ablehndenen Verhalten genau das, was immer wieder beklagt wird: Die Service-Wüste. Service ist eine "Sache" die nicht nur erbracht sondern auch gefordert und angenommen werden muss, soll sowas funktionieren. Ich selbst habe lange Zeit im Einzelhandel gearbeitet und mich immer (ist so meine Art) für die Arbeit wirklich interessiert. Ob das nun ein Elektroladen (Radio-TV-Haushalt-Schallplatten) war, ein Heimwerkerladen (Material, Werkzeuge, Tischlerarbeiten, Zuschnitte usw) oder ein Musikgeschäft (Verkauf, Verleih, Beschallung) in dem ich genau wegen meines Engagements und dem Umgang mit Kunden eine Synthesizer/Keyboard_Abteilung nach eigenem Ermessen (Auswahl der Geräte, Einkauf- und VK-Preise) einrichten durfte. Ich hatte mir (fast) immer alle erdenkliche Mühe gegeben um Kunden zuerst "auszuhorchen" um ihnen genau das zu empfehlen, was sie meiner Ansicht nach auch brauchten. Dabei kam es nicht nur einmal vor, dass jemand mit dem Vorsatz einen ganz bestimmten Synthesizer zu kaufen in den Laden kam. Es wäre leicht und ein schneller Deal gewesen, den Karton rüberzuschieben doch wenn ich merkte, das der Kunde mit diesem Gerät niemals das erreichen würde, was ihm vorschwebte, nahm ich mir viel Zeit, ihm das zu erklären und ihm etwas anderes zu empfehlen. Machmal ging so eine Beratung über etliche Tage in denen der Kunde immer wieder kam und mehr Details wissen wollte... Einige, wenige sind dann auch abgesprungen, haben dann doch den "falschen" Kasten gekauft oder kauften woanders, wo man sie nicht durch Beratungen belästigte. Als ich sowas zum ersten Mal machte, war ich noch neu im Laden und hatte kein gutes Gefühl dabei, ein schnelles Geschäft NICHT zu machen, vor allem weil ich merkte, dass unser Häuptling die Sache interessiert beobachtet hatte. Am nächsten Tag bekam ich von ihm eine Pulle Pommery und das Lob, dass er genau solche Leute in seinem Laden haben wolle. Solche nämlich, die beraten und nicht nur verkaufen. Gut beratende Kunden werden nämlich Stammkunden und bringen auch immer wieder mal neue Kunden mit. ...Der MediaMarkt-Typ mit seinen Laserdruckern hatte z.B. überhaupt nicht zugehört und nur genervt. Ein anderes Mal war ich beim Kauf eines Kleingeräte sehr erstaunt als ich eine ganz junge Verkäuferin ansprach und die uns dann ganz gekonnt interviewte um uns mehrere Geräte im Vergleich vorzustellen und jeweilige Vor- und Nachteile zu beschreiben. Die Frau kannte sich nicht nur aus, sie hatte Spaß an ihrer Arbeit. Wir bedankten uns am Ende für die gute Beratung und ich ging auch damals zum Fialleiter - dieses Mal aber um die Verkäuferin bei ihm zu loben. (Der hat erst 'nen Moment gebraucht bis er verstanden hat, dass sich mal jemand positiv äußert) Du tust Dir langfristig gesehen selbst keinen Gefallen wenn Du Geschäfte nur als Warenautomaten verstehst. gh[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Jochen Kriegerowski (27.03.2008 18:40)
- Günter Hackel (27.03.2008 23:55)
- Jochen Kriegerowski (28.03.2008 08:21)
- Günter Hackel (28.03.2008 13:09)
- Jochen Kriegerowski (28.03.2008 15:25)
- Günter Hackel (28.03.2008 18:22)
