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Re: Sparsames Beschleunigen

Von: Thomas Haug (tom_ho@arcor.de) [Profil]
Datum: 10.06.2008 00:47
Message-ID: <484db312$0$6613$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net>
Newsgroup: de.etc.fahrzeug.auto
"Andreas Hartmann" schrieb:

> Sobald ein PKW
> konstant im Schubbetrieb rollen kann, ist der Verbrauch 0 - der schlechte
> Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors ist dann nicht mehr relevant, da er
> "aus" ist. Der schlechte Wirkungsgrad des Motors ist aber insgesamt das
> schwächste Glied in der gesamten Kette. Sobald man den ausschalten kann,
> hat man gewonnen.

Im Schubbetrieb bremst der Motor trotzdem durch seine innere Reibung.
Wirklich gewinnen kannst du nur wenn du auskuppelst.

> Besonders witzig ist dabei, daß bei geringen Lasten der Wirkungsgrad von
> Verbrennungsmaschinen in der Regel besonders schlecht ist. D.h., solange
> der Motor bergab nicht wirklich in Schubbetrieb wechseln kann, weil die
> vorhandenen Hangabtriebskräfte (welche von der Masse abhängig sind) nicht
> ausreichen, die Geschwindigkeit zu halten, hat man eben besonders
> verloren. Bergauf läuft der Motor normal mit hoher Last und damit eher
> besserem Wirkungsgrad (vorausgesetzt, man wählt den richtigen Gang).

Der Wirkungsgrad ist aber hier das falsche Konzept. Vergleichst du ein Auto
im Schubbetrieb und eines, das bei gleichem Tempo etwas Gas geben muss, da
weniger beladen, so verbraucht dieses auch nur minmal mehr. Der Übergang ist
stetig. Der differenzielle Wirkungsgrad wäre hier passender.

Der schlechte Wirkungsgrad bei geringer Last kommt hauptsächlich dadurch zu
stande, dass bei gegebener Drehzahl die innere Reibung des Motors überwunden
werden muss. Und die ist gleich, von Drosselklappenverlusten mal abgesehen,
und fällt natürlich bei geringer Last mehr ins Gewicht.

Wer es schafft ausgekuppelt im Leerlauf den Berg runterzurollen spart
wirklich im Vergleich zu demjenigen, der etwas Gas geben muss. Aber nicht im
Schubbetrieb.




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