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Re: Aufzugs- und Rolltreppenfunktionalitaet

Von: Steve Schreiber (cool_roan.taubenschlag_oeffnen@web.de) [Profil]
Datum: 19.09.2007 09:48
Message-ID: <nmj1f3d7le8cs6jlfctc41m9neeab0iuln@4ax.com>
Newsgroup: de.etc.bahn.tarif+service
On Wed, 19 Sep 2007 00:32:40 +0200, "Roland Hübsch"
<rhdesign01@arcor.de> wrote:


>Kenn' ich, die Teile *g*... - immer schön die Gabel mit Vorderrad in
>die Höhe heben, das hilft. Auch wenn's ärgerlich ist:-(...

Richtig, diese Methode geht.

>Gelsenkirchen ist ein besonderes Beispiel von "Architekt durchge-
>fallen"! Aufgrund des Hohlkopfes, der das geplant hat und der
>ebenso hohlen Köpfe, die das bei "DieBahn" und der Stadt Gelsen-
>kirchen abgesegnet haben, kommen alle Fahrgäste seit dem Umbau
>garantiert in den "Genuss" Gelsenkirchener Wetters...
>Denn die ehemals zwischen Bahnhofshalle und Taxiständen/Bushal-
>testellen exisistierende Überdachung fiel dem Umbau zum Opfer. So
>"darf" man dann bei Wind und Sauwetter über den Platz rennen,
>falls man dem Wahn anheim fällt, in GE auszusteigen und mit Bus
>oder Taxi weiterzumüssen...

Weiterer Nachteil beim Umbau ist auch die Schließung der
Radfahrerdurchfahrt auf der von der Altstadt gesehen linken Seite.
Genau das liegt aber an Leuten wie dir, die das Sicherheitsproblem
hoch spielen. Dieser relativ leere Durchgang störte angeblich das
subjektive Sicherheitsgefühl. Für Radfahrer ist nun ein Umweg angesagt
um den Bahnhof herum.

>Fast schon unnötig, zu erwähnen, dass der Notfallknopf nur für die
>TÜV-Befriedigung angebracht scheint, denn nach Aussage meiner
>Bekannten hat sich noch nie irgendjemand darum gekümmert, wenn
>sie festsaß und den Knopf drückte...

Es ist häufig so, dass der Notrufknopf zur Vermeidung von Fehlalarmen
erst dann aktiviert wird, wenn er längere Zeit, 2-5 Sekunden, gedrückt
wird. Das müsste eigentlich dran stehen, tut es aber nicht immer.

>Oder auf Deutsch geschrieben *g*, wenn sich gegen Abend und/
>oder am Wochende die Gefahr minimiert, erwischt zu werden,
>kann man fast schon darauf warten, dass die Rolltreppen still ste-
>hen! Speziell der Platz um den Aufgang zum Busbahnhof und der
>Busbahnhof selbst verwandelt sich dann in einen Hinterhof voller
>pupertierender Rotzplagen ausländischer Herkunft aller Coleur und
>wenig später steht garantiert alles still, was den ganzen Tag klag-
>los lief...

Diese Äußerungen sind eine Unverschämtheit und man könnte eigentlich
überlegen, ob das nicht Grund genug wäre, deine gesamte Message zu
ignorieren - einfach um deutlich zu machen, dass Leute wie du neben
der GEsellschaft stehen und man mit denen nicht spricht.

Es ist richtig, dass es Leute gibt, die in den Abendstunden Sachen
beschädigen. Es ist auch richtig, dass da auch Leute ausländischer
Herkunft dabei sein können und zum Teil auch sind. Es ist nicht
richtig, dass es sich dabei ausschließlich um Jugendliche handelt, es
ist auch nicht richtig, dass es nur Menschen ausländischer Herkunft
sind.

Gerade an den Ruhrgebietsbahnhöfen gibt es ein Problem mit ganz
anderen Leuten, das mir in solch deutlicher Form in den alten
Bundesländern nirgendwo anders auffällt. Ich meine, die Kahlköpfe mit
ihren Pitbulls und den wasserstoffblonden jungen Frauen dabei. Es
vergeht kaum eine abendliche Fahrt mit Nahverkehrszügen im Ruhrgebiet,
bei der ich nicht in den Zügen oder an den Bahnhöfen größere Gruppen
sehe, die eindeutig der Nazi-Szene zuzurechnen sind. Deren Auftreten
ist bedrohlich, auch wenn ich sicher nicht zu deren erster Zielgruppe
gehöre. Und durchaus im Gegensatz zu anderen Bevölkerungsgruppen, wie
insbesondere wehrlosen körperlich schwachen Obdachlosen, gehen
Sicherheitsdienste gegen diese Szene nicht vor, zum Teil aus
Bequemlichkeit, weil die im Gegensatz zu wehrlosen Obdachlosen mehr
Ärger machen, zum Teil möglicherweise auch aus noch anderen Gründen.
Ich bin selbst mal in Essen Hbf von Glatzköpfen auf der Treppe zur S6
angepöbelt und beleidigt worden, weil denen meine Kleidung nicht
gepasst hat. Ich bin dann zurück zum Servicepoint und habe den Vorfall
gemeldet. Dann bin ich wieder zur S6. Nach 10 Minuten fuhr meine
S-Bahn, bis zu diesem Zeitpunkt war kein Sicherheitsdienst an der
Treppe eingetroffen, obwohl der Mitarbeiter am Service-Point das
sofort durchgegeben hatte.

>Leider scheinen, im Gegensatz zum Bahnhofsinnern, dort noch keine
>Kameras installiert zu sein oder niemand hat Interesse daran, diese
>Umtriebe strafrechtlich zu verfolgen, sonst wäre es wohl schon
>lange abgestellt!

Das unberechtigte Betätigen des Nothaltes, wohl der häufigste Grund
für abgeschaltete Rolltreppen in den Abendstunden, ist keine Straftat.

>Kameras ran, Überwachungsorgane "bei Fuss" und dann gleich die
>Alten dafür zahlen lassen für die Einsätze, wenn es offensichtlich
>bei der Erziehung gemangelt hat...

Wie schon erwähnt, mein Eindruck ist, dass Sicherheitsdienste in
erster Linie gegen Wehrlose vorgehen und nicht gegen tatsächlich
aggressiv wirkende Leute.

Die Eltern dafür zahlen zu lassen, würde Jugendliche auf eine Stufe
mit Hunden stellen, das wäre eine Art Tierhalterhaftung. Man würde den
Jugendlichen jegliche Eigenverantwortlichkeit absprechen und sie als
fremdgesteuerte Objekte behandeln. Zudem hätte eine solche Regelung
auch zur Folge, dass viele überbesorgte Eltern aus Angst vor Haftung
ihrem jugendlichen Nachwuchs überhaupt keinen Freiraum mehr geben
würden und ihn auf Schritt und Tritt beobachten würden, obwohl dazu
kein Anlass besteht.

>Und bevor ihr mich nun als "rassistisch" abstempelt, fragt doch
>mal z. B. bei der Bogestra nach, wer Busse anzündet, Rolltreppen
>am Musiktheater und anderen Stationen nachhaltig beschädigt,
>usw... - oder fragt mal Leute, die da Abends "durch müssen" und
>immer wieder nachhaltig angepöpelt, angestänkert werden, oder
>auch Mädels, die sich ob der nachhalteigen Macho-Sprüche
>dieser Halbstarken mit "Migrationshintergrund" nicht mehr alleine
>durch den Bahnhof trauen...

Jaja, was da so erzählt wird, gerade von Frauen. Die Opferrolle
einzunehmen kann auch gut fürs Ego sein, weil man dann wichtig
genommen wird.

Die genannten Probleme existieren gerade im NRW-Nahverkehr, das
stimmt. Sie werden aber überzogen geschildert und völlig einseitig auf
Menschen mit Migrationshintergrund bezogen. Pöbeleien erfolgen auch
durch Deutsche und keinesfalls auch nur durch Jugendliche - die am
Wochenende in Massen beförderten erwachsenen Fußballfans und
Kegelbrüder stehen denen zum Teil in nichts nach.

Kann sich jemand vielleicht noch an den extrem heißen Sommer 2003
erinnern? Es waren Temperaturen bis zu 40 Grad. Bei dieser extremen
Hitze war ich auch ohne Fahrrad mit kurzer Fahrradhose und engem
ärmellosem Shirt unterwegs. Man konnte drum wetten, am Wochenende im
NRW-Nahverkehr dumm angemacht zu werden ("Schwuchtel" usw.), besonders
in Erinnerung habe ich hier Fußballfans und Kegelbrüder nicht
unbedingt ausländischer Herkunft.

>BTW, um wieder voll Ontopic  zu werden, auch in Altenessen hat's
>oder hatte es einen Aufzug, an dem genau so ein Schild hing "wird
>wegen fortgesetztem Vandalismus nicht mehr repariert". Und da
>kann ich die Verantwortlichen z. T. sogar verstehen, es hatte
>manchmal genau einen Tag gedauert, bis eine erneuerte Scheibe
>über Nacht wieder gnadenlos mit irgendwelchen Gegenständen
>zerstört wurde...

In Altenessen hat die DB den Aufzug über Jahre nie in Betrieb
genommen. Die Scheibe wurde zu einem Zeitpunkt zerstört, zu dem der
Aufzug da zwar über Jahre installiert war, aber niemals in Betrieb
genommen worden ist.


>Ist es schlicht Zufall, dass Altenessen bevölkerungsmäßig ein
ähn-
>liches Problem, wie Teile Gelsenkirchens hat...

Ich frage mich, warum bei der Stadtbahn in Altenessen die Aufzüge
wesentlich häufiger funktionieren als der im Altenessener Bahnhof.



Steve

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