Re: Nachtverkehre
Von: Ingolf Berger (ingolfberger@arcor.de) [Profil]
Datum: 09.10.2008 15:18
Message-ID: <48ee049a$0$17127$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net>
Newsgroup: de.etc.bahn.stadtverkehr
Datum: 09.10.2008 15:18
Message-ID: <48ee049a$0$17127$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net>
Newsgroup: de.etc.bahn.stadtverkehr
Martin Bienwald schrieb: > Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb: >> Martin Bienwald <martin.bienwald@gmx.de> wrote: > >>> Wo gibt es solche Beispiele, bei denen nicht im Nachtverkehr ein kräftiger >>> Zuschlag erhoben wird bzw. ein Sondertarif gilt? >> Ich meine mich zu erinnern, daß die Nachtbusse der VAG in Nürnberg >> normal tarifiert sind, mag da aber irren... > > Sind sie, aber sind sie auch kostendeckend bzw. fahren sogar Gewinn ein? > Das war meine Frage. > Gerade zum Fall Nürnberg habe ich derartiges mal explizit gelesen. Allerdings ist das schon ein paar Jahre her und an die Quelle (nein, kein Nahverkehrinternetforum) ist mir nicht mehr geläufig. Im Fall Nürnberg ist das insofern interessant, da sich die örtlichen ÖPNV-Betreiber lange Jahre mit dem Hinweis auf das Kostenargument stark gegen Nachtverkehre gewehrt hatten. Auch sprechen oft schon die subjektiv zu beobachtenden Auslastungszahlen der Nachtverkehre (zumindest an Wochenenden) in vielen Städten ganz eindeutig für einen hohen Kostendeckungsgrad. So manche Fahrt hat höhere Auslastungszahlen als im stärksten Berufsverkehr. Und in einigen Extremfällen kann so etwas die ganze Nacht über beobachtet werden. Dazu nenne ich gerne mein "Lieblingsbeispiel", die Straßenbahnlinie M10 in Berlin, die an Wochenenden nachts durchgehend alle 15 Minuten (werktags "nur" alle 30 Minuten) fährt und immer rappelvoll ist (bis auf den noch recht neuen Abschnitt zwischen Eberswalder Straße und Nordbahnhof). Der andere Weg zu einer guten Kosteneffizienz ist - wie am Beispiel Karlsruhe in einem anderen Beitrag aufgezeigt - die Verlagerung von Fahrten Im Wochenendfrühverkehr (und zum Teil Werktagsfrühverkehr) in die Nachtstunden bzw. den Spätabendverkehr. Bezüglich Kostendeckung ist in den meisten Fällen die Rechnung aufgegangen, da das Verkehrsaufkommen zu den ausgedünnten Zeiten seit Jahren rückläufig ist - in den Spät- und Nachtstunden dagegen zunimmt. So konnte und kann man ohne Mehraufwand zusätzliche Fahrgäste gewinnen. Diese Tendenz hält immer noch an. Ingolf[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- Dicki Hoppenstedt (09.10.2008 16:02)
- Valentin Brueckel (09.10.2008 18:44)
- Oliver Schnell (09.10.2008 19:58)
- Dipl.-Jur. [Uni MS] Torsten Jerzembeck (09.10.2008 21:17)
- Dicki Hoppenstedt (10.10.2008 08:23)
- Stefan Reuther (10.10.2008 18:32)
- Oliver Schnell (12.10.2008 19:42)
- Valentin Brueckel (12.10.2008 20:08)
- Stefan Reuther (12.10.2008 23:43)
- Thomas Wedekind (13.10.2008 00:45)
- Stefan Reuther (13.10.2008 18:51)
- Dipl.-Jur. [Uni MS] Torsten Jerzembeck (13.10.2008 19:53)
- Hannah (26.12.2008 16:36)
- Dipl.-Jur. [Uni MS] Torsten Jerzembeck (13.10.2008 20:00)
- Valentin Brueckel (13.10.2008 20:53)
- Klaus von der Heyde (14.10.2008 19:53)
- Valentin Brueckel (14.10.2008 21:09)
- Lko Willms (09.10.2008 22:40)
- Lko Willms (09.10.2008 21:58)
- Stefan Reuther (09.10.2008 18:59)
- Oliver Schnell (09.10.2008 20:30)
- Martin Theodor Ludwig (09.10.2008 23:57)
- Dicki Hoppenstedt (10.10.2008 08:15)
- Stefan Reuther (10.10.2008 18:43)
- Jakob Krieger (09.10.2008 22:37)
- Dicki Hoppenstedt (10.10.2008 08:13)
- Lko Willms (10.10.2008 18:42)
- Jakob Krieger (10.10.2008 20:20)
- Ingolf Berger (10.10.2008 19:03)
- Oliver Schnell (12.10.2008 19:48)
- Ingolf Berger (13.10.2008 00:42)
- Martin Bienwald (13.10.2008 11:37)
- Lko Willms (13.10.2008 12:42)
- Dipl.-Jur. [Uni MS] Torsten Jerzembeck (14.10.2008 08:01)
- Matthias Warkus (13.10.2008 12:52)
