Re: [HH] 14.07.: Eine Stadtbahn für Hamburg?
Von: Knud Schlotfeld (ks-usenet@gmx.de) [Profil]
Datum: 20.07.2008 23:52
Message-ID: <4883b487$0$7547$9b4e6d93@newsspool1.arcor-online.net>
Newsgroup: de.etc.bahn.stadtverkehr
Datum: 20.07.2008 23:52
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Newsgroup: de.etc.bahn.stadtverkehr
Mathias Bölckow schrieb: > >> Was ist es genau für eine Veranstaltung? Ich wüsste nämlich gerne mehr >> über den aktuellen Stand der Plaungen. > > Ich fürchte, dass es wenige um die praktischen Details Planung geben wird, > als um die politische Einordnung des ganzen. Aber ich weiß nicht mehr, als > auf der Seite steht - bzw. als ich Dir per Mail als Einladung geschickt > habe. Wer noch per Mail möchte, sollte mich anmailen. Um eine Detailplanung ging es in der Tat nicht. Eher um grundsätzliches. Was ist eine Stadtbahn, ist sie sinnvoll, ist eine richtige U-Bahn besser... > > Die Planungen sind wohl derzeit intensiv damit befasst, wie es gelingen > kann, die erste Straßenbahn zum Ende der Legislatur wirklich fahren zu > lassen, oder zumindest die ersten Gleise verlegt zu haben. Das setzt > zunächst einmal ein kompetentes Infrastrukturunternehmen voraus, dass den > Bau betreibt. Darum geht es m.W. derzeit. Zumindest darf man annehmen, daß die Hochbahn eher für das Schaffen von Fakten nach der Legislatur hin arbeitet, auf daß die Politik sich ändere. Wie Mathias schrieb, mußte man sich anmelden. Daher waren die Stühle abgezählt und reichten nicht. Verspätet startete man dann, als alle einen Sitzplatz hatten. Zunächst gab es Kurzvorträge zu Erfurt und Hannover. Herr Mlejnek berichtet aus Erfurt, wo neben der Sanierung des bestehenden Straßenbahnnetzes auch 13 km Neubaustrecken gebaut wurden. Wichtig sei die Begleitung durch weitere städtebauliche Maßnahmen. Man solle den Stadtbahnbau als Teil des Städtebaus betrachten, der sehr positive Neugestaltungen ermöglicht. Wichtig seine Verknüpfungen zum Bus und anderen ÖPNV. Herr Straßburger berichtete aus Hannover. Politisch korrekt definierte er die vier deutschen Städte mit U-Bahn. In Hannover eine moderne Stadtbahn mit Tunnelstrecken in der Innenstadt, sonst meist oberirdisch. Ausbau des Netzes ins Umland. Oberirdisch wird es bald nur Hochbahnsteige geben, die viele Vorteile haben. (Wetterschutz, keine Autos im Haltestellenbereich) Die Entscheidung für Hochflurfahrzeuge sei unumkehrbar. Hamburg habe hier andere Möglichkeiten. Der Betrieb sei kostendeckend. Infrastruktur hingegen sei immer defizitär. Daß die D-Strecke immer noch fehlt, weil sie zu teuer ist, hat er nicht erwähnt. In der Diskussion wurde zurecht bemängelt, daß niemand aus eine Stadt mit U-Bahn und Straßenbahn referierte. Dr. Heyne (?) von der Handelskammer gab zu Beginn ein deutliches Statement für den ÖPNV. Man sei immer für den Ausbau des ÖPNV und begrüße die Pläne. Das Motiv schob er auch gleich nach: Je mehr Menschen mit dem ÖPNV fahren, desto mehr Platz ist dann auf den Straßen für den Wirtschaftsverkehr. Später wollte er die Alternative U-Bahn nach Steilshoop "ergebnisoffen" prüfen lassen. Allerdings bevorzugt er die U-Bahn.... Die Möglichen Probleme von Hochflurfahrzeugen im Straßenraum würden die Ingenieure lösen. Man müsse politisch entscheiden, was man wolle. Unter Berufung auf den Hochbahnchef Elste hieß es, eine Fortführung der U-Bahn im Straßenraum sei billiger als ein Stadtbahn a la GAL. Die Diskussion drehte sich denn auch viel um die Frage Stadtbahn oder U-Bahn. Der Anschluß von Steilshoop und Bramfeld begründet sich zum einen im Bedarf dort, zum zweiten in der Notwendigkeit die erste Strecke gleich an einen Betriebshof anzubinden. Dieses Argument der GAL-Vertreterin Gregersen kam etwas merkwürdig herüber. Sollte es wirklich nur einen möglichen Standort für einen Betriebshof? Kritik gab es an den geplanten rund 40 km Strecke (betriebswirtschaftlich sinnvoll). Es sei unklar, ob man so viel Strecke finanzieren könne. Tenor: Dann lieber gar nicht erst ein Rumpfnetz schaffen. Und so viel sinnvolle Strecken können sich manche auch nicht vorstellen. Zu einigen Thesen fehlen mir die Fakten. Es entstand der Eindruck, daß die Finanzierung nach dem GVFG in wenigen Jahren ersatzlos entfalle. Ist dem so? Wie meist bei solchen Veranstaltungen werden aus dem Publikum viele Fragen gestellt, um die eigene Meinung zu stützen. Erkennbar war jetzt schon der Start eines politischen Wettrennens. Die U4 wird bekanntlich jetzt auch zu Ende gebaut, da genug Fakten geschaffen wurden. Gelingt es also bis zum Ende der Legislatur loszubauen oder gar zu fahren oder wird hinreichend lange "geprüft", erwogen und gestritten? Absehbar ist eine Diskussion, ob eine richtige U-Bahn nicht besser sei. Gruß Knud[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Alexander Beyrer (21.07.2008 17:51)
