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Re: Warum die Bremsprobe wichtig ist, Kapitel 597

Von: Peter Köker (pkoeker@yahoo.de) [Profil]
Datum: 12.11.2008 19:31
Message-ID: <6o0lo2F18qjaU1@mid.uni-berlin.de>
Newsgroup: de.etc.bahn.eisenbahntechnik
Jens Schmidt schrieb:
> Patrick Kibies schrieb:
>
>> Kann man anhand der Anstiegscharakteristik des Drucks in der
>> Hauptluftleitung ungefähr auf die Länge des bremsenmäßig
angeschlossenen
>> Zuges schließen, die, sollte die Hauptluftleitung wirklich nicht
>> angeschlossen sein, in etwa null ist?
>
> Im Prinzip ja. Sicherlich wurde auch eine Reihe Unfälle nur dadurch
> verhindert, dass dem Tf eine unangemessene Füllzeit aufgefallen ist.
>
> Aber: Es kommt auch darauf an, wieweit die Luftleitung vorher entleert war.
> Wenn z.B. kurz vorher mit einer festen Bremsprobeanlage die Bremsprobe
> gemacht wurde, könnte die hinterher immer noch voll sein.
>
> Oder auch: 20 Wagen von 0 Bar auf 5 Bar zu bringen dauert genauso lange, wie
> 40 Wagen von 2,5 Bar auf 5 Bar.
Hm, aber die Menge der "aufgefüllen" Luft sollte doch bezogen auf den
Druckanstieg und die Anzahl der Wagen in etwa proportional sein?

Es müßte sich eigentlich ein Gerät denken lassen, welches anhand dieser
Charakteristik die Länge des Zuges in etwa errechnen kann.

Ich entsinne mich dunkel an ein schweres Unglück (ah, Bad Münder), bei
der nur einige wenige Wagen hinter der Lock gebremst wurden; und auch
nachdem der Zug einmal (folgenlos) über ein Signal drübergerauscht ist,
dieser Umstand dem Lokführer nicht zu denken gab.
Ein Anzeige "Du hast 3 bis 5 Waggons anhängen" währ schon hilfreich,
wenns in Wirklichkeit 20 sind.

Man müßte nur ein entsprechends Meßgerät an den Bremsleitungen der
Lok
anbringen; das währe auch schneller und billiger als ein Bremsprobe.

Nur so als Idee...

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