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Palm Pre: Probleme mit den Gesten und Stummschalter und damit das Ende des Gebrauchs

Von: Will Berghoff (real_nospam@berghoff.net) [Profil]
Datum: 21.10.2009 13:40
Message-ID: <7k8a8lF38bdflU1@mid.individual.net>
Newsgroup: de.comp.sys.handhelds.palm-pilot
In den letzen beiden Tagen wurde der Pre erstmals wirklich gefordert.
neben der Erkenntnis, dass ich mit den PIM-Funktionen so definitiv nicht
arbeiten aknn, ergab sich ein besonders ärgerliches Problem:

Die Gesten funktionieren nicht zuverlässig.

Bei sehr trockener Aussenluft (gestern in Frankfurt Campus Riedberg)
haben die Finger keine ausreichende Leitfähigkeit - und dann geht nichts.

Aber auch, wenn die Finger feucht genug sind (klingt irgendwie
anstössig), war nach einiger Gebrauchszeit plötzlich manches gestört:

Zunächst funktionierte das "Anwendungen weglegen" (Gestenbereich links
unten nach links wischen) nicht mehr zuverlässig bei Mail und Browser.
Statt dessen zucken die Anwendungen wild herum. Ursache: vermutlich eine
Störung im Lagesensor, denn Links aussen nach oben am Bildschirm längs
brachte den Erfolg - also eine 90-Grad-Drehung des Sensorbereiches.

Dann konnte ich die rechten Menüfunktionen (Flugzeugmodus/BT/WLAN) nicht
mehr aufrufen. Dafür habe ich noch keine Lösung.

Ein weiteres Ärgernis ist die Vibationskonfiguration. Es ist mir nicht
gelungen, einen Einstellung "Klingeln ohne Vibration im Normalbetrieb
des Schiebeschalters" und alternativ "Vibration ohne Klingeln (=stumm)
bei andere Stellung des Schiebeschalters" zu erzielen. So habe ich
etliche wichtige Anrufe und Nachrichten verpasst. Ganz ärgerlich ist
auch die Gefahr, bei schlampigen "Wischen" die Tonlautstärken
unabsichtlich gleich mit abzustellen bzw. so niedrig einzustellen, dass
sie nicht mehr nützlich sind.

Im ICE Frankfurt-Berlin hatte ich dann den selten, glücklichen Fall
eines funktionierenden WLAN - aber mangels HTTPS-Fähigkeit des Browsers
nicht für den Pre. Dafür leert eine ICE-Fahrt Frankfurt/M-Hamburg (4h)
den Akku des Pre (Type D, nicht A) völlig. Im ICE2 ist keine Abhilfe
möglich, denn die Zahl der Steckdosen in der 1. Klasse ist je Wagen
nunmehr auf 4 Stück (1 pro Tisch) beschränkt und heiss umkämpft.

Heute wollte der Pre dann nicht mehr mit der Mercedes-BT-FSP. Diese
suchte permanent einen "Provider", womit das Gerät und nicht eplus
gemeint ist. Auch die BT-Konfigurationsmöglichkeiten des Pre entsprechen
nicht den Mindesterfordernissen typischer BT-Geräte.

Insgesamt rundet sich das Bild zu einem für nach dem 3. Semester
vermutlich auch bei Studenten nicht mehr nützlichen Gerätekonzept. Aber
der Markt der Untersekundaner bis 3.-Semester sowie der männlichen
jugendlichen Hartz-IV-Empfänger mit
ökonomisch-vorderasiatisch/baltischem Migrationshintergrund ohne
Hauptschulabschluss dürfte für die geplante Stückzahl genügen.

Der I-Pod-Erfinder hat hier weder ein besseres i-Pod (da gibt es etliche
Baustellen und auf Jahre hinaus das i-tunes-Gänseblümchen-Risiko), noch
ein brauchbares Telefon (Gesprächsabbruch beim automatischen
WLAN-Hochfahren bei Anrufeingang im ruhenden Pre) noch einen auch nur
irgendwie serösen PDA erfunden. Man musste wohl sämtliche Patente und
Rechte anderer umgehen und noch dazu die Interessen des Hauptfinanziers
Google, der Home Security Agency und der einzigen Besteller Sprint und
Telefonica berücksichtigen.

So geht es nicht, das wird nichts. An den Endnutzer hat niemand gedacht.

Der Palm Pre hat definitiv das Zeug, um als eines der schlechtes
Beispiele modesüchtiger, anwenderferner Entwicklungsteams und Ruin eines
einst hochangesehenen Unternehmens in die Geschichte einzugehen.

Ich muss meinen ohnehin jetzt einschicken, weil ja das USB-Deckelchen ab
ist und ein Ersatzteil nicht zugeschickt wird. Mal sehen, in welcher
Zeit das Gerät oder ein Austausch kommt, der geht dann sofort in die Bucht.

Ich nehme mir ein einfaches Nokia 5800, mit einem Palm-Emulator drauf
für meine gewohnten Palm-OS-Programme dürfte das tausen mald besser
funktionieren als dieser teure Haufen Entwicklerschrott.

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