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Re: test

Von: Michael Bernstein (michael@mbernstein.de) [Profil]
Datum: 18.12.2008 10:52
Message-ID: <gid6g6$650$1@gateix.bernstein.loc>
Newsgroup: de.comp.sys.atari
Hallo David,

> da hast du leider recht. mein mega ST2 hat mir viele jahre treue dienste
> geleistet (als musikrechner und zur textverarbeitung). wenn ich mir die
> heutigen programme für windosen ansehe habe ich das gefühl, den
> programmierern kommt es kaum noch auf resourcenoptimierung an - da wird
> verschwendet was das zeug  hält.

Das denke ich auch immer wieder Und ich frag mich, ob der Funktionsumfang
im gleichen Maße gestiegen ist.

Wahrscheinlich ist das aber auch ein nicht unerwünschter Nebeneffekt.
Du mußt dann halt wieder einen neuen, leistungsfähigeren PC kaufen,

Zum Teil kommt der höhere Resourcenverbrauch auch durch neue
Entwicklungsphilosophien verbunden mit den dazugehörigen Tools.
Bei Biblioheken in C hat man jede Funktion in eine eigene Datei
gepackt. Der Linker konnte zwar keine einzelnen Funktionen aus
einem Objektmodul extrahieren, aber auf diese Weise waren nur
die Funktionen hinzugelinkt worden, die auch aufgerufen wurden.
Man konnte das Programm aus kleinen Bausteinen zusammenstellen.

Wenn man ein C++ Objekt erstellt, ist das nicht mehr der Fall. Es
werden immer sämtliche Methoden mitgelinkt, auch wenn nicht
alle benutzt werden. Dann wird versucht, sinnvolle Basisklassen
zu finden, eine spezialisierte Ableitung zu machen und schon hast
du den Code von 2 Klassen mit hinzugelinkt. Viele Programmierer
denken wohl, objektorientiert entwickeln heißt, ableiten. Das ist
Quatsch und führt wieder zu unübersichtlichkeiten, wenn man
mehrere Klassen darauf untersuchen muß, was das Objekt denn nun
kann. Als Folge bläht das aber automatischh den Code auf. Auch
hat sich z.B. mit de rMFC von M$ ein anderer Programmierstil
durchgesetzt. Es wird nicht mehr das Programm aus kleinen
Bausteinen zusammengesetzt, sondern es wird ein großer Block
genommen, der schon zu einem lauffähigen Programm führt
und dann durch überladen so lange herumgeschnitzt, bis das
Ergebnis das macht, was man möchte. Das führt aber auch
wieder zu mehr hinzugelinktem Code.

> aber warscheinlich richten sich die hersteller nach den kunden
> wünschen wie bonbon-grafik (obwohl: bei apple klappt das)...

Gerade mit Blick auf Multimedia Player scheint das zu stimmen.
Skins sind da wohl ganz wichtig. Auch wenn man dann die
Bedienelemente nicht mehr wiederfindet. Mir wäre der Look&Feel
des Wirtsbetriebssystems lieber. Die einheitliche Bedienung
ist ja als einer der Vorteile der grafischen Oberflächen
propagiert worden.

Tschüß
Michael

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