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Mapping auf Memberservern: Wie funktioniert das?

Von: Hauke Laging (4q2007@hauke-laging.de) [Profil]
Datum: 19.02.2008 17:12
Message-ID: <fpev4m$gb$02$1@news.t-online.com>
Newsgroup: de.comp.os.unix.networking.samba
Moin,

ich versuche immer noch zu verstehen, wie das bei Samba mit dem Mapping der
Windows-User auf die Linux-User läuft. Auf einem Standalone-Rechner oder
einem PDC ist mir das (wohl) klar:

In einer Datei, bei mir der passdb.tdb, stehen die Zuordnungen. Der Client
schiebt das SID-Paket des jeweiligen Users rüber, samba macht
über diese
Datei aus den SIDs Linux UIDs und -GIDs (bzw., die stehen wohl
in /var/lib/samba/group_mapping.tdb) und dann kann anhand der
Dateisystemrechte entschieden werden, ob einer dieser User oder eine der
Gruppen die Berechtigung für die angeforderte Aktion hat.

Das erste, was ich nicht verstehe (was aber nicht so wichtig ist): Ich habe
einerseits gelesen, dass der Client das Bündel SIDs an den Server gibt,
andererseits, dass der Memberserver die Zugansdaten zur Prüfung an den PDC
durchreicht. Was ist es denn nun? Ist es so, dass beim Domainlogin der PDC
diese Liste erzeugt und signiert (so dass die Memberserver dem Paket
vertrauen können)? Bekommt der Memberserver keine SIDs, sondern die
Zugangsdaten, wenn noch kein Domainlogin stattgefunden hat (z.B. beim
Zugriff mit smbclient)?


Zum eigentlichen Problem:
Ich habe gelesen, dass man den winbindd brauche, um die Zuordnung der SIDs
zu den Linux-IDs auf einem Memberserver hinzubekommen. Er kann dafür bei
Bedarf neue User und Gruppen anlegen. Das soll man aber auch selber können.
Aber was dann alles synchronisiert werden muss, darüber schweigt sich mein
tolles Buch leider aus. Dass die Linux-User und -Gruppen vorhanden sein
müssen, ist klar. Aber wie macht der Memberserver das Mapping? Die
Formulierung in dem Buch ist unklar: Braucht man den winbindd in jedem Fall
und kann sich nur aussuchen, ob er User und Gruppen dynamisch anlegen soll,
oder hat der winbindd nur dann einen Sinn, wenn er die dynamisch anlegt?

Ich habe es jetzt mal so gemacht, dass ich die User auch auf dem
Memberserver mit smbpasswd angelegt (bzw. mal die passdb.tdb vom PDC
kopiert) habe. Ist das der Weg, wenn man die "winbindd-User" vermeiden
will? Dann hat man ja quasi dieselbe technische Basis wie auf einem
Standalone-Rechner oder PDC. Kann man sich dann eigentlich auch "lokal"
anmelden, oder kennt der Memberserver dann automatisch nur Domainuser? Ich
meine mich zu erinnern, dass mir in den Sicherheitseinstellungen der
Loginname des Domainusers mal als lokal auf dem Memberserver angezeigt
wurde (so was wie FILESERVER\user statt DOMAIN\user).


Dankbar für jede (Teil-)Erleuchtung :-)

Hauke

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