nntp2http.com
Posting
Suche
Optionen
Hilfe & Kontakt

Re: Ubuntu - brauche ich eine Installations-CD?

X-FaceVon: Uwe Premer (m@uwe-premer.de) [Profil]
Datum: 03.11.2009 22:50
Message-ID: <5446097.nx9y0nniJf@NNTP.win-mac-linux.de>
Followup-to: de.comp.os.unix.linux.misc
Newsgroup: de.comp.os.unix.linux.misc
* [Mo., 02.11.2009 13:49/d.c.o.u.linux.misc] Ralf . K u s m i e r z:

> da ich ja nun keine Ahnung habe, habe ich mich von einem Kumpel
> telefonisch beraten lassen:

Vorab: im Folgenden schreibst du von "Ubuntu". Zumindest diese Entscheidung
einer Linux-Distribution sehe zumindest ich, als eine recht Gute an,
angesichts deines ersten Satzes oben.
Grund: Ubuntu ist eine der einfachst zu installierenden Distris und auch bei
der Benutzung kann man das ebenso sagen.

> Zuerst hatte ich Ubuntu mit UNetbootin auf einen USB-Stick gemacht,
> was noch einigermaÃen leidlich funktionierte (diverse Einstellung, z.
> B. Sprache, funktionieren dann nicht, der Rechner zickt total rum,
> wenn man den nach der Spracheinstellung angeblich erforderlichen
> Restart macht und läÃt sich nur mit dem Netzschalter in
Ordnung
> bringen - egal...).

OK, Ubuntu auf USB-Stick hab ich selbst noch nicht probiert.
Gegenprobe: warum probierst du denn nichtmal, eine der Ubuntu-ISOs (CD- oder
DVD-Version) zu brennen und zu benutzen?

Wenn es nämlich nicht gerade eine "Alternate"-Version ist, ist es
gleichzeitig auch eine Live-Version, sprich, du kannst die CD (oder DVD)
ganz normal booten und wie ein Knoppix ausprobieren.
Und erst, wenn dir das gefällt, führst du vom Desktop jener
gestarteten
Live-Version den Installer aus und gut.

Weiterer Hinweis:
Hast du dir schonmal Wubi angesehen?

Wubi ist die absolut gefahrlose Version einer virtuellen
Parallelinstallation direkt auf die Windows-Partition. Wubi kann man trotz
Virtualität ganz normal booten und benutzen, und damit macht man eigentlich
am wenigstens "kaputt".

Für Ubuntu-Einsteiger würde ich
uneingeschränkt erstmal eine Wubi-
Installation empfehlen.

[Externe Platte]
> Erste Partition mit ein paar GB (weià nicht mehr, wieviele genau) als
> Boot-/Root-Partition, dann noch ein paar GB als Swap-Partition,
> schlieÃlich eine gröÃere Partition als Home-Partition,
und die vierte
> dann über den Rest der Platte als als "extended" und
unterteilt in
> vier gröÃere Partitionen. Die Home-Partition wurde dann als
"EXT3"
> formatiert, die Extended-Partitionen als HP???/NTFS.

Diese Einteilung ist so erstmal durchaus praktibal, nur über die
GröÃen
könnte man durchaus anderer Meinung sein.

> Gegentest: Unter Windows wurden die vier Extended-Partitionen als
> USB-Laufwerke erkannt (von den ersten drei sieht es nichts), das sieht
> also schon einmal in Ordnung aus.

Das ist richtig, denn Windows erkennt mit Bordmitteln keine ext3 (und auch
keine Reiser-)Partitionen. (Es gibt jedoch auch für Windows Treiber, mit
denen sogar Schreiben auf ext3-Partitionen möglich ist...)

> So, und nun Ubuntu auf den ersten drei Partitionen (bzw. der
> Boot-Partition) installieren (Kumpel sagt, die Platteneinteilung
wäre
> so in Ordnung). Tja, aber wie?

Der Ubuntu-Installer erkennt als leichteste Ãbung alle jene Partitionen,
bindet sie erstmal vorschlägsmässig ein, aber man kann das
alles selbst noch
beeinflussen, ob man diese oder jene Patition wirklich dauerhaft
"einhängen"
lassen möchte. Und selbst, wenn Paritionen bei der Installation nicht
eingehängt werden, kann man dies später mittels fstab und
menu.lst noch
locker nachholen.

> Er meinte, ich müÃte dafür unbedingt eine CD
brennen, wogegen ich
> denke, daà sich die Installation eigentlich aus einem laufenden System
> heraus machen lassen sollte.

Nochmal: ausser den alternate-Versionen sind die Ubuntu-ISOs alle Live-
Versionen, aus denen man, wenn man sie gebootet hat, einen laufenden Gnome-
Desktop vorfindet, den man ausprobieren kann und bei Gefallen dann aus
diesem laufenden Live-System heraus installieren kann.

> Er meinte, ich sollte auf jeden Fall im Rechner die interne HD vorher
> abklemmen, damit mir die kein wildgewordener Installer zerschieÃen
> kann.

Wenn du dir gerne unnötige Arbeit machen möchtest oder
DAU-mässig vorbeugen
willst, kannst du es ruhig so machen.
Ich jedenfalls würde es nicht machen, da unnötig.

[...]
> Was ich jetzt machen könnte, wäre, entweder dieses
"Install" vom
> Desktop zu starten und zu hoffen, daà es vernünftig in die
> vorbereiteten Partitions hinein installieren kann (wozu die ganzen
> blöden Abfragen?[...]

Worauf du halt bei der Installation unbedingt achten muÃt, ist die
Installation von Grub, denn damit kann man sich durchaus den Windows-
Bootbereich überschreiben.
OK, wenn du die interne Platte abgeklemmt hast, passiert das garantiert
nicht. <g>

Mein Rat für die Installation:
nimm dir alle Zeit der Welt, um die einzelnen "Kapitel" während
der
Installation genau durchzulesen, was da angezeigt wird und entscheide für
die jeweiligen Optionen ganz in Ruhe.
Man sollte sich für die Installation eines OSses immer genug Zeit nehmen.

> Hatte ich erwähnt, daà das ungeheuer nervt und der letzte
Scheià ist?
> Wer denkt sich so einen Mist eigentlich aus?

Bullshit!
Ubuntu ist nun wirklich einfach zu installieren und einfach zu handhaben.

> Alleine dieses dämliche Plattenpartitionieren hat - mit Anleitung
von
> dem Kumpel "mit Ahnung" - stundenlang gedauert, und dann hat der die
> Installation prompt nicht hingekriegt (s. o.). Warum tu ich mir das
> eigentlich an?

Darauf hätte ich verzichtet und hätte es direkt bei der
Installation
gemacht. Der Ubuntu-Installer startet auch einen Partitionier, der das alle
gleich mit erledigen kann.

Btw: mal eine Frage hier in die Runde:
hat Einer von Euch denn schonmal "andLinux" ausprobiert? Ein Linux, das als
Task unter Windows läuft...

Uwe
--
System: VAIO Intel Core2 Duo T8100
OS    : sidux 2009-01 ÎÏÏανÏÏ -
KDE 4.3.2 - (200902151348)
Kernel: Linux 2.6.31-5.slh.2-sidux-amd64 (x86_64)

[ Auf dieses Posting antworten ]

Antworten