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Konfiguration von stunnel

Von: Norbert Dragon (dragon@itp.uni-hannover.de) [Profil]
Datum: 06.02.2008 14:02
Message-ID: <47a9afdd$0$5958$9b4e6d93@newsspool3.arcor-online.net>
Newsgroup: de.comp.os.os2.networking
Zum Thema "PMMail/2 mit pop3s" schrieb ich

> Ich gehöre zu den OS/2-Benutzern, die gerade einmal verstehen, zur
> Installation diese oder jene Datei in dieses oder jenes Verzeichnis
> zu kopieren.

> Damit bei PMMail die Einstellung Settings Receive "Use Secure Channel"
> auswählbar ist, muß, der Beschreibung nach, stunnel laufen. Wie man
> stunnel startet, habe ich noch nicht herausfinden können.

Mittlerweile habe ich herausgefunden, wie man stunnel mit
Programmen verwendet, die selbst keine SSL-Verbindung zu einem
Mail-Server aufbauen können. Die folgende Beschreibung hätte mir
Mühe erspart, sie hilft hoffentlich anderen OS/2-Benutzern.

Dazu zunächst die OS/2-Version von stunnel 4.20 von Paul Smedley
herunterladen

http://download.smedley.info/stunnel-4.20-os2.zip

und in einem Verzeichnis, beispielsweise c:\apps auspacken.

unzip stunnel-4.20-os2.zip

Es entsteht das Unterverzeichnis stunnel, das die benötigten Dateien
enthält. Allerdings erwartet stunnel die Konfigurationsdatei in einem
Unterverzeichnis ./etc desjenigen Verzeichnisses, in dem es selbst
läuft.

Also solch ein Verzeichnis erzeugen und die Konfigurationsdatei
dorthin verschieben

cd stunnel

mkdir etc

mv stunnel.conf etc

In der Datei ./etc/stunnel.conf müssen dann noch mit einem
Editor die folgenden Änderungen vorgenommen werden:

Die Zeile cert = stunnel.pem  durch ein vorgestelltes Semikolon ";"
auskommentieren, denn stunnel wird vom Endbenutzer im Client-Modus
verwendet.

; cert = stunnel.pem

Um möglichst ausführliche Fehlermeldungen zu bekommen, entfernt man
das Semikolon vor ;debug = 7 .

debug = 7

Für den Endbenutzer läuft stunnel als Client. Es muß
daher das Semikolon vor ;client = yes entfernt werden.

client = yes

Die Konfiguration von [pop3s] muß für den Endbenutzer nicht

accept  = 995
connect = 110

heißen, sondern

accept  = 110
connect = mein.mail.server:995

Dann akzeptiert stunnel die Anfragen von Programmen des Endbenutzers
auf Port 110 und leitet sie an mein.mail.server dortiger Port 995
weiter.

Die [imaps] Konfiguration habe ich bei mir mit Semikolons
auskommentiert, da ich eine Verbindung zum pop3s Server benötige.

Für ausgehende Post heißt die [ssmtp] Konfiguration bei mir nicht

accept  = 465
connect = 25

sondern

accept  = 25
connect = mein.mail.server:465

Dann akzeptiert stunnel Anfragen von Programmen des Endbenutzers
auf Port 25 und leitet sie an mein.mail.server dortiger Port 465
weiter.

Damit beispielsweise PMMail/2 mit stunnel zusammenwirkt, muß in
PMMail/2 in Account Settings Receive als Pop-Server

localhost

und Port 110 eingetragen werden, in Account Settings Send ist als
SMTP-Server

localhost

und Port 25 einzutragen. Per Kommandozeile (oder als Programmobjekt)
startet man dann stunnel und verwendet PMMail/2 so wie vorher.

[OS/2-Kommando] stunnel

Auch mein Antispamprogramm Deleatur läuft so wie bisher, wenn ich als
mailsever

localhost

angebe.

--
Aberglaube bringt Unglück

www.itp.uni-hannover.de/~dragon

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