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Re: Problem read

Von: Sieghard Schicktanz (sieghard@schicktanz.schs.de) [Profil]
Datum: 21.02.2007 21:27
Message-ID: <20070221212734.fef509ae.Sieghard@Schicktanz.SchS.de>
Newsgroup: de.comp.lang.pascal
Hallo Dirk,

Du schriebst am 20 Feb 2007 20:29:00 +0000:

> > Ooch, nimm's nicht tragisch. Zum einen habe ich ja eh nicht _Dich_
> > kritisiert, sondern das von Dir erwähnte Buch (und da gibt's
...
> Nein, ich nehe das _nicht_ tragisch, ich gehe mal davon aus, dass ich

Ok, dann bin ich schon beruhigt. ;-)

> Pascal von Cooper/Clancy führt nach eigener Aussage "in das Standard-
> Pascal ein, wie es von Wirth entwickelt und definiert worden ist".(S.

Naja, der zweite Teilsatz passt ja, das wäre gut zu wissen gewesen.
Allerdings ist das eher kein "Standard", außer in dem Sinn, daß es
eben die
erste verfügbare Definition war, die erschienen ist. (Ähnlih wie bei C, wo
lange Zeit das Buch mit der Sprachbeschreibung der Entwickler die einzig
verfügbare Vorgabe war.)

> V, i. e. im Vorwort der Übersetzer) Und IMHO erfüllt es diesen Zweck
> ganz gut, auch wenn jetzt irrtümlich ein anderer Eindruck erweckt
> worden sein sollte.

Damit schaut die Sache natürlich schon anders aus - damit sind
weitergehende Bewertungen erstmal nicht möglich.
Allerdings ist die (wenn auch nach Deiner Darstellung nur zu vermutende)
Beschreibung zur Funktion des Zahlenparsers beim Auffinden eines Nicht-
Ziffernzeichens innerhalb einer Zahl nicht ganz zutrifft: da ist das
Verhalten schlicht nicht festgelegt, d.h. das Melden eines Fehlers ist
genauso korrekt wie das Beenden der Zahlenwertumsetzung oder gar das
Ignorieren dieses Zeichens (was durchaus sinnvoll sein kann).

> Schade eigentlich, dass es seit Anfang der 90er Jahre zumindestens
> keine Neuauflage der deutschen Übersetzung mehr gibt - auch wenn die

Das dürfte wohl daher kommen, daß es schlicht kein "Wirth-Pascal"
mehr
gibt. Die erste Version (Jensen-Wirth, Pascal Language Report oder so,
AFAIR [grad' nachgeschaut - K. Jensen, N. Wirth, PASCAL, User Manual and
Report, Lecture Notes in Computer Science, Springer-Verlag, Berlin,
Heidelberg, New York, 1974 - ich hab's selber leider nicht]) war auch _nur_
als Lehr- und Demonstrationssprache für Wirth's Informatik-Vorlesungen (und
die dazugehörigen Übungen) gedacht.
Schon die ersten Implementationen für "Personal Computer" (damals noch
nicht von IBM;) enthielten erhebliche Erweiterungen und Modifikationen,
waren mithin sogenannte "Dialekte", also Abwandlungen, für andere
Anwendungsgebiete.

> Es scheint übrigens so zu sein, dass in TurboPascal und auch in
> Freepascal der read-Befehl einen bug aufweist. Ich habe allerdings

Wie oben gesagt - das kann man _nicht_ definitiv als "bug" (Fehler)
bezeichnen. Es ist schlicht und einfach eine spezielle Interpretation einer
Lücke in der Sprachdefinition.

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Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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