Das neue Scheme wird aelter
Von: Georg Bauhaus (bauhaus@futureapps.de) [Profil]
Datum: 20.09.2006 13:21
Message-ID: <1158751307.21699.47.camel@localhost.localdomain>
Newsgroup: de.comp.lang.funktional
Datum: 20.09.2006 13:21
Message-ID: <1158751307.21699.47.camel@localhost.localdomain>
Newsgroup: de.comp.lang.funktional
Moin, bei einem Blick auf R6RS stelle ich fest: "* Syntax is case sensitive." Demnach ist (nach wie vor?) (define (f t T) ...) ganz in Ordnung. Nach mühselig weltlicher Erfahrung mit Groß-/Kleinschreibung von Bezeichnern in "heterogen" zusammen gesetzten Programmen, Mehrsprachen-Programmierung usw. weiß ich Konventionen für Groß-/Kleinschreibung zwar zu schätzen. Freilich aber auch die Möglichkeit, unterschiedliche Konventionen zu integrieren, zusammen übersetzbar zu machen, und fremde Auffassungen als möglich gelten zu lassen, vielleicht anzueignen oder schlicht zu respektieren (oder das zu müssen). Freilich, (rent-a-module Wood (define bar ...) ) (rent-a-module Pubs (define Bar ...) ) Was jetzt? Ist es wirklich gut, zwei auf Problemebene extensional ggf. überlappende Begriffe wie "bar" (Balken) und "Bar" (Tresen) dadurch auseinander halten zu können, dass ihr b/B im einen Modul groß, im anderen klein geschrieben wird? Ich versuche jetzt, mir die Entstehung von "* Syntax is case sensitive" - bestimmt eine der ersten größeren, Verzeihung, Idiot ien in der Geschichte von Scheme - und ihre unausweichlichen Folgen zu erklären. (Folgen für diejenigen Programme, die sich nicht nur in der monolingualen, eigenen, vertrauten, in-group-konformen Suppe zusammensetzen, sozusagen.) Liebe Akademiker und Ex-Akademiker, seht ihr euch im Umfeld der funktionalen Sprachforschung nur unter den "hausinternen" Spielzeug-Konventionen um? Werden für den Sprachentwurf nur Kleinstprogramme mit Minibezeichnern aus akademisch relevanten Veröffentlichungen konsultiert? Schon archaische Zeichensätze bieten die Möglichkeit, m und M auseinander zu halten, so dass die "falsche" Wahl der Schreibung semantische weit reichender Bedeutung haben kann. Warum um alles in der Welt ist die Präferenz für m /= M jetzt wieder für den Sprachentwurf zu bevorzugen? Computer können doch nachweislich Stil-Prüfungen und hilfreiche Hinweise auf unterschiedliche Schreibung geben, ohne dass bewiesene Programme zu falschen Programmen degradiert werden müssen, bloß weil sie einen Bezeichner mal mit führendem Kleinbuchstaben, mal mit führendem Großbuchstaben enthalten. Warum dieser Rückschritt? Oder habe ich was Wesentliches verpasst? Georg[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- Nils M Holm (20.09.2006 15:00)
- Georg Bauhaus (20.09.2006 22:09)
- Joachim Durchholz (06.02.2007 09:49)
- Georg Bauhaus (07.02.2007 15:46)
- Nils M Holm (07.02.2007 16:58)
- Georg Bauhaus (07.02.2007 21:11)
- Joachim Durchholz (07.02.2007 21:58)
- Georg Bauhaus (08.02.2007 01:24)
- Nils M Holm (08.02.2007 08:40)
- Georg Bauhaus (08.02.2007 11:27)
- Nils M Holm (08.02.2007 08:31)
