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Von: Sebastian Suchanek (sebastian.suchanek@gmx.de) [Profil]
Datum: 09.09.2008 21:59
Message-ID: <ga6kir$hb$1@suchanek.de>
Newsgroup: de.comp.hardware.cpu+mainboard.misc de.comp.hardware.cpu+mainboard.intel de.comp.hardware.cpu+mainboard.amd
Hallo NG!

Zunächst einmal bitte ich das Crossposting zu entschuldigen, aber die
Fragestellung ist so offen, daß die Antwort in allen drei
CPU+Mainboard-NGs ontopic sein könnte.

Aber zuvor noch kurz zur Ausgangssituation: Ich betreibe bei mir zu
Hause einen kleinen Server (Debian als OS), der mannigfaltige Aufgaben
erledigt: Fileserver, Mailserver (incl. IMAP), Webserver (zum Entwickeln
und Testen) und Newsserver. Von daher fallen diverse NAS-Lösungen für
mein Problem schon mal aus...

Die Hardware sieht aktuell wie folgt aus:

- Mainboard: Asus CUSL-2
- CPU: Via C3, 733MHz
- RAM: 1GB

- Netzteil: Fortron-Source 235W

- 1 GBit-Ethernetkarte D-Link DGE-528T
- 1 Dual-Ethernetkarte Intel 82557
- 1 SCSI-HA Adaptec 2940U

- 1 CD-ROM Plextor 40TSi
- 1 DAT-Streamer HP C1537A
- 1 HDD Samsung SP0812N

Aktuell ist geplant, in naher Zukunft den DAT-Streamer und den Adaptec
2940U 'rauszuwerfen und dafür einen Adaptec 29160 einzubauen und eine
externe LTO-Library anzuschließen (würde nur bei Bedarf eingeschaltet)
sowie einen S-ATA-Controller DawiControl DC-4300 nebst zwei 1TB-HDDs
(mit 5.400U/min, z.B. WD10EACS) als RAID1 einzubauen.

Der Server ist hauptsächlich im So-gut-wie-Idle-Betrieb und hängt an
einer APC-USV mit 2200VA. (Die ist so üppig dimensioniert, weil sie auch
die hauseigene Telefonanlage mitversorgt und dafür möglichst lange
Überbrückungszeiten liefern soll.)

Eigentlich dachte ich, ich hätte mir da ein elektrisch ziemlich
sparsames System zusammengestellt. Eigentlich. Denn als ich heute mal
ein Leistungsmessgerät - Hameg HM8115, also vertrauenswürdig ;-) - vor
den Server geschaltet habe, bin ich unangenehm überrascht worden: Das
System nimmt bereits ohne die o.g. anstehenden Ausbauten permanent über
90W auf. :-(
(Gemessen incl. der USV, weil ich den Server nicht extra herunterfahren
wollte. Ein Monitor ist BTW zwar als "Notfallkonsole" vorhanden, aber
per "Hardware-Powerschalter" normalerweise ausgeschaltet.)

Jetzt stellt sich mir natürlich Frage, ob man so ein System mit
aktuellen Komponenten - namentlich Mainboard und CPU - nicht evtl. doch
energieeffizienter hinbekommen könnte. 90W sind IMHO schon für
aktuelles, leistungsfähiges und nicht energieoptimiertes Desktop-System
schon üppig.

Das Problem dabei: Rechenleitung brauche ich eigentlich nicht. Der Via
C3 ist normalerweise nicht ausgelastet; nur einige umfangreichere
Datenbankabfragen dauern etwas länger, aber damit kann ich leben.
Was ich aber bräuchte bzw. gerne hätte, wäre Bandbreite auf den
(PCI-)Bussen, um die Geschwindigkeit von GBit-Ethernet etc. voll
ausnutzen zu können. Der Adaptec 29160 und der DawiControl sind zudem
64bit-PCI-Karten, die zwar auch in 32bit-Slots funktionieren, aber in
64bit-Slots sicherlich mehr Leistung bringen.

Auf Grund der Busse bräuchte ich eigentlich ein Server-Mainboard, aber
deren Onboard-Komponenten sind sicherlich nicht auf Stromsparen hin
optimiert und besonders sparsame CPUs wie z.B. Notebook-CPUs wird man
darauf wohl auch nicht adaptieren können. (Oder doch?)
Wie sieht es im Gegenzug in der Praxis mit "Cool'n'Quiet" und ähnlichen
Stromspar-Techniken aktueller CPUs aus? Halten die, was sie versprechen?

Wie sähen Eure Vorschläge für ein extrem energiesparendes System aus,
das aber mindestens drei Festplatten, zwei (besser drei) NICs und einen
U160- bzw. U320-SCSI-Anschluß beinhaltet?
Sofern das Mainboard die entsprechenden S-ATA-II(!)-Anschlüsse
mitbringt, könnte ich natürlich auf den DawiControl verzichten; auch den
Adaptec 29160 könnte man evtl. gegen einen PCIe-Hostadapter austauschen.


Tschüs,

Sebastian

PS: Ganz schön lang geworden - ich hoffe, Ihr habt mit dem Lesen bis
hierhin durchgehalten. ;-)

PPS: XP dchc+m.amd, dchc+m.intel und dchc+m.misc, f'up bitte beim
Antworten passend setzen.

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