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Ein Literat unserer Zeit - Folge II

Von: Literatur Cafe (literatur-cafe@hotmail.de) [Profil]
Datum: 17.10.2008 05:07
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Liebe Literaturfreunde,

aus Anlass der Frankfurter Buchmesser präsentieren wir Ihnen weiter
Auszüge aus dem Werk des Stuttgarter Alltags-Lyrikers und TCP/IP-
Philosophen Detlef Bosau.

Heute: Der Wasserschaden

Sehr geehrte Damen und Herren,

im August 2007 wurde in der von mir gewohnten Wohnung

Galileistraße 30, 2. Stock, Wohnung Nr. 7

von den Eigentümern, den Eheulete Wolfgang und Giesla Diedler,
Augustenstraße 102, 70197 Stuttgart, ein Feuchteschaden beanstandet.
Dieser sei nach Auffassung der genannten Folge mangelhaften Lüftens
durch meine Person.

Eine Begutachtung des Schadens durch einen bautechnischen Mitarbeiter
des Mieterbundes am 13. September erbrachte die Feststellung, daß hier
kein Fehlverhalten meiner Person sondern tatsächlich wenigstens ein
erheblicher Baumangel (mangelnde Lüftungsmöglichkeit) vorliegt.

In der Folge wurden die Wohnungseigentümer mit Schreiben vom 25.
September 2007 und wiederholt mit Schreiben vom 24. Oktober 2007 unter
Klageandrohung aufgefordert, für eine ausreichende
Belüftungsmöglichkeit im Bad zu sorgen und den Baumangel zu beheben.

Die Eheleute Diedler haben dies bis heute ignoriert und immer wieder
durch Schuldzuweisungen versucht, jedwede Verantwortung von sich zu
weisen. Dabei wurde ich massiv mit Kündigugnsdrohung und
Schadnersatzdrohung unter Druck gesetzt.

An dieser Stelle merke ich bereits an: Die Wand zwischen Badezimmer
und Flur ist mittlerweile völlig durchnäßt gewesen, wie sich im
weiteren Verlauf zeigte,war die Konsistenz des “Baustoffs”
vergleichbar mit der einer Sandburg, der Putz auf der
Badezimmerinnenwand ließ sich mit der bloßen Hand abtragen.

Ungeachtet der endgültigen Ursachenklärung hätten die Eheleute Diedle
r
bereits an dieser Stelle für eine Beseitigung des Mangels Sorge tragen
müssen, die Wand ist in einem Zustand gewesen, in dem ich als
bautechnischer Laie bereits massive Sorge um die statische Stabilität
des Gebäudes habe und ich aus diesem Grunde eine Gefährdung des
Gebäudes und seiner Bewohner befürchten muß.

Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung kam es zu einer Begehung
der Wohnung durch die Hausverwaltung, vertreten durch Herrn Schwab,
Herrn Flaschnermeister Ulrich Marquardt, Firma Sanitär Marquardt,
Stuttgart-Vaihingen, die Sparkassenversicherung, vertreten durch Frau
Waigle, und Herrn Rechtsanwalt Mathias Wolfart, den ich
zwischenzeitlich eingeschaltet habe.

Eine durch die SVG veranlasste Leckortung durch die Bautrockungsfirma
Munters ergab als Ursache des Schadens ein Leck im Abfluß der Dusche
von Frau Michelfelder in der Wohnung über mir. Aus diesem Leck ist
fortwährend Wasser in das Mauerwerk ausgetreten.

Die Feststellung des Lecks erfolgte am 11. März 2008. Angesichts der
Tatsache, daß Herr Flaschnermeister Marquardt bereits am 28. November
2007 anläßlich einer Überprüfung des Geruchsabzuges in meinem Bad a
uf
einen sichtbaren Wasserfleck an der Außenseite der Badezimmerwand und
einen mutmaßlichen Rohbruch und auf die massive Durchfeuchtung der
Wand aufmerksam gemacht hat, kann ich das Verhalten der
Wohnungseigentümer nur als grob fahrlässig bezeichnen.

Im weiteren Verlauf wurde eine Trockung der Wand durch Firma Munters
begonnen, die bis heute nicht zum Erfolg geführt hat. Die Wand ist
einigermaßen abgedrocknet, freilich ist der Fußboden meiner Wohnung
vollständig durchnäßt. Im Zusammenhang damit ist es zu einem massiven
Wasser- und Schimmelschaden an der Decke des Flures der Wohnung
Lindemann (Wohnung unter mir) gekommen. Dieser Schaden ist definitiv
erst nach dem Beginn der Arbieten von Firma Munters im Mai 2008 (sic!)
aufgetreten und erst nach Meldung des Schadens hat Firma Munters,
nachdem zwischenzeitlich bei mir im Bad die Tapete entfernt, und das
Mauerwerk chemisch sporenfrei gemacht wurde, wodurch wohl auch der
letzte Rest Dichtigkeit in der Wand hinfällig war.

Man hat dann versucht, mir den Schaden in der Wohnung Lindemann
schuldhaft unterzuschieben, dies stellt aus meiner Sicht eine Falsche
Beschuldigung und Vortäuschung einer Straftat (nämlich eines
Sachbeschädigungsdelikts) im Sinne des Strafgesetzbuches dar und ich
werde unverzüglich wegen dieser Vorgänge Strafanzeige erstatten.

Daß die Eheleute Diedler offenkundig nicht überschauen, worum es
überhaupt geht, wird gerade aktuell daran erkennbar, daß eben
Flaschner Marquardt angerufen hat um den Geruchsabzug in meiner
Toilette auszutauschen, jetzt geht also das Märchen schon wieder los.

Meine Damen und Herren, ich schreibe hier nicht weiter, zumal ich am
ganzen Leib vor Wut zittere. Darum sehen Sie mir auch bitte
Rechtschreibfehler nach.

Ich denke, die Executive Summary ist klar: In Wohnung Nr. 7, ist die
Wand zwischen Band und Flur völlig im Eimer, es besteht über kurz oder
lang möglicherweise Einsturzgefahr, die Wohnungseigentümer weigern
sich, den Schaden beseitigen zu lassen, schieben die Verantwortung von
sich und haben offenbar völlig den Überblick verloren, um was es
eigentlich geht. Offenbar sind die Eheleute Diedler, möglicherweise
aufgrund fortgeschrittener Altersdemens, nicht mehr dazu in der Lage,
die Wohnung hier zu verwalten.

Ich bitte um unverzügliche Veranlassung in dieser Sache.

Mit freundlichem Gruß

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