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Re: IPv6-Migration

Von: Ignatios Souvatzis (u502sou@beverly.kleinbus.org) [Profil]
Datum: 15.05.2008 09:49
Message-ID: <slrng2nqp7.ck5.u502sou@marie.beverly.kleinbus.org>
Newsgroup: de.comm.protocols.tcp-ip
Karin Groß wrote:

> An IPv6 wird ja immer wieder bemängelt, dass es keine eingebaute
> Migrations-Strategie gibt (u.A. von [1)], d.h das IPv6 nicht abwärts-
> kompatibel in dem Sinne ist, dass IPv6-Hosts mit IPv4-Hosts sprechen
> können.

Ein entsprechender Vorschlag [RFC1475] wurde als zu kompliziert fuer
zuwenig nutzen verworfen, ja.

> Da hab ich mich gefragt: wie hätte man das den hinbekommen
> können, dass das möglich ist? Letztlich läuft's doch darauf hinaus,
> dass ein IPv6-Host dafür zumindest eine zusätzliche IPv6-Adresse im
> Bereich der IPv4-Adressen(also das was man mit ::ffff:0:0/96 prefix't)
> haben müsste damit beide Seiten miteinander sprechen könnten.

Das kann nicht funktionieren - denn du willst effektiv jedem
IPv6-Host, der mit der IPv4-Welt sprechen will, eine IPv4-Adresse
verpassen. Aber wenn es genug IPv4 fuer alle gaebe, haette man sich
die Entwicklung gespart.

Die implementierte Lösung ist, dass IPv4-Hosts, die mit den neuen
nur- IPv6-hosts sprechen wollen, eine zusätzliche IPv6-Adresse
brauchen. So herum skaliert das auch.

Ansonsten gibt's fuer Spezialanwendungen Gateways; fuer HTTP liefert
z.B.  http://www.heise.de.sixxs.org/ Heise's Webseiten aus dem
letzten Jahrhundert ueber IPv6 aus. Andere URls analog.

Die paar Knoten, die in ihrer lokalen Umgebung wirklich kein IPv6
verpasst bekommen koennen - irgendwelche antiken Druck- und
Terminalserver - brauchen sowieso keine globale Verbindung. Ich
habe zu Hause auch noch einen Drucker ueber ein localtalk-ethertalk-gate
angebunden. Funktioniert im LAN und ist auch ueber IPv6 nicht direkt
zugaenglich, das stoert mich aber nicht wirklich.

-is
--
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