<2008-12-06> Warum soll ich mich an die Regeln halten?
Von: Hinweis fuer Newuser (usenet-verwaltung@gmx.de) [Profil]
Datum: 19.02.2009 09:55
Message-ID: <4bca2446-12ad-4ca9-aef3-104b1c841867@j35g2000yqh.googlegroups.com>
Newsgroup: de.comm.misc
Datum: 19.02.2009 09:55
Message-ID: <4bca2446-12ad-4ca9-aef3-104b1c841867@j35g2000yqh.googlegroups.com>
Newsgroup: de.comm.misc
Warum soll ich mich an die Regeln halten? ========================= == Du hast einfach drauflos gepostet und Dir Reaktionen wie "Lies dni!","Kürze Deine Sig." oder "Gib Deinen Realnamen an!" eingefangen und man hat Dich darauf hingewiesen, dass Du Regeln einhalten musst? "Warum soll ich mich an die Regeln halten?" Hinter diesem provozierenden Subject verbrigt sich eine FAQ mit Hinweisen für Newuser. FAQ: Warum überhaupt an die Regeln hier halten ? ---------------------------------------------------------- Im Usenet gibt es nur Empfehlungen, wie man Artikel verfassen könnte. Dass diese Empfehlungen keine Regeln sind, wird gern verschwiegen. Newusern gegenüber wird oft behauptet, sie müßten etwas tun oder etwa s unterlassen, um die Regeln einzuhalten und sie sollten de.newusers.questions lesen, um genaueres zu erfahren. Warum diese Zurechtweisungen in dnq? --------------------------------------------- Es wird behauptet de.newusers.questions (kurz: "dnq") ist so etwas wie die Anlaufstelle für alle, die im Usenet neu sind. "Neulinge fragen, Experten antworten" lautete daher früher die Kurzbeschreibung dieser Gruppe. Dazu ein wichtiger Hinweis: dnq war vor einigen Jahren eine Newsgroup, in der kontrovers über Empfehlungen für Newuser diskutiert wurde. Nachdem der Status dieser Newsgroup in "moderiert" geändert wurde, müssen dort die Postings vor der Veröffentlichung von einem Moderator freigegeben werden, d.h. sowohl Fragen, als auch Antworten können dort gefiltert werden. Die Moderatoren von dnq haben, wie jeder andere Mensch auch, eine eigene Sichtweise über die sogenannten "Regeln" im de.Usenet. Mittlerweile gibt es in dni kaum noch freigegebene Postings und nur noch weitgehend veraltete FAQs übers Usenet. Am besten Du schaust einmal in dni rein und machst Dir selbst ein Bild. Warum reiten manche hier so auf "Usenet ist nicht Internet" rum? -------------------------------------------------------------------------- Das hat historische Gründe. Nicht jeder Rechner, der mit Usenet- Artikeln versorgt wurde, war auch ans Internet angebunden. Inzwischen hat sich diese Sichtweise erledigt und Usenetartikel sind über das Internet lesbar, im Internet archiviert und können von jedermann gelesen werden. Was ist die Netiquette? -------------------------- Die Netiquette ist ein Usenetartikel . Darin wird beschrieben, welche Verhaltensweisen im Netz angeblich anerkannt werden. Manche behaupten die Netiquette baue auf dem Konsens des Netzes auf. Bei den vielen unterschiedlichen Meinungen in Newsgroups, kann man jedoch bezweifeln, dass es im Usenet sowas wie einen Konsens überhaupt geben kann. Zudem ist der Artikel von A. M. Kirchwitz <2006-08-08> Netiquette fuer "de.*" seit 1997 weitgehend unverändert, somit völlig veraltet und inzwischen sehr umstritten. Eine Renovierung dieser Netiquette ist nicht zu erwarten. Es gibt inzwischen aber überarbeitete, zeitgemäße Fassungen. Warum regen sich die Leute über die Formatierung meiner Artikel auf? --------------------------------------------------------------------------- ----- Es gibt kaum eine de.newsgroup, in der nicht ein wachsamer Mitmensch über die Artikel anderer wacht. Seine freundlichen Hinweise würden der besseren Lesbarkeit des Netzes dienen und jemand, der sich nicht daran hält läuft Gefahr nicht gelesen zu werden... und gerade die, die aufgrund irgendwelcher Kleinigkeiten sich an den Artikeln anderer stören, wäre oft die, die wertvollsten Antworten geben. (Meist verfügen diese Aufpasser über geringe soziale Kontakte.) Warum wollen diese Leute keine Pseudonyme dulden? ------------------------------------------------------------- Der Grund ist einfach: Früher haben die User meist unter Realnamen gepostet, denn damals gab es kaum Archive und "Datensammler", die etwas über einzelne Personen herausfinden wollten waren kaum bekannt. User, die schon lange im Usenet sind, haben unter Realnamen Spuren hinterlassen und können kaum auf ein Pseudonym wechseln, ohne dass das bei anderen auffällt. Inzwischen warnen seriöse Datenschützer davor, im Usenet seinen eigenen Namen anzugeben, was aber die "Alteingesessenen" nicht davon abhält, Realnamen von Neulingen einzufordern. Oft kommen dann Hinweise, dass man mit Pseudonym Gefahr läuft, von anderen nicht gelesen zu werden. Mache Dir am besten selbst ein Bild und poste am Anfang mit einem unauffälligen Pseudonym- auf Deinen Realnamen kannst Du immer noch wechseln. Der Wechsel vom Realnamen auf ein Pseudonym funktioniert meist nicht. Was haben die bloß gegen die veränderte Adresse? ---------------------------------------------------------- Du bist gerüffelt worden, weil Du in Deine E-Mail-Adresse Dinge eingebaut hast, die dort nicht reingehören? Sowas wie abcd123@nospam...@irgendwas.de oder abcd(at)irgendwas.de? Adressveränderungen erschweren Adresssammlern die Arbeit. Für den User, der Dir über Mail antworten möchte, bedeutet es einen kurzen Moment manuelle Berichtigung, aber manche stört das. Falls die Berichtigung nicht stimmt, weiß der Absender wenigstens, dass seine Mail nicht angekommen ist. Bei http://groups.google.com werden E-Mail-Adressen automatisch geschützt, indem die letzten drei Zeichen vor einem (at) durch ... ersetzt werden, beispielsweise a...@irgendwas.de und seit google die Adressen so schützt, sind Spammails merklich zurück gegangen. Was kann mir schon passieren, wenn ich mich nicht an "hilfreiche Hinweise" halte? --------------------------------------------------------------------------- ------------------ Verbieten, das ist klar, kann Dir hier niemand etwas. Mitunter wird behauptet, dass beim Nichtbeachten "hilfreicher Hinweise" Sanktionen zu erwarten sind. Es kann passieren, dass ein anderer User versucht, Dich bei Deinem Provider zu denunzieren. Wegen irgendwelcher Kleinigkeiten wird Dich kaum ein Provider sperren, solange Du nicht gegen dessen Bedingungen verstößt. Manchmal wird auch mit UDP (Usenet Death Penalty) gedroht. UDP bedeutet globale Löschung eines jeden Artikels des so Behandelten. Gegenüber einem User hat sowas noch nicht funktioniert. Wie kann ich eigene Erfahrungen machen? ------------------------------------------------- Jetzt hast Du einen Einblick in manche Empfindlichkeiten der Netzes gewonnen. Einiges ist sicherlich kleinlich und überzogen. Mache Dir am besten selbst ein Bild; die Gruppe de.soc.usenet liefert manchmal "beeindruckende Beispiele". Wenn Du posten willst, sei vorsichtig und halte Dich an die Empfehlungen von Datenschutzbeauftragten, z.B.: www.datenschutz-bremen.de/sv_internet/anonym.php Dank an folgende Personen: Uwe Tetzlaff, Christof Awater, Florian Kühnert, Markus Mehring, Boris Piwinger, Klaus Urban, Stephan Wenzel[ Auf dieses Posting antworten ]
