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DNSCurve statt DNSSEC

Von: Heiko Schlichting (heiko@cis.fu-berlin.de) [Profil]
Datum: 09.12.2008 18:36
Message-ID: <6q7ok7Fb5ja0U1@mid.uni-berlin.de>
Newsgroup: de.comm.internet.infrastruktur
Wir haben hier ja vor ein paar Monaten hier über das unselige DNSSEC
gesprochen, von dem ich immer noch hoffe, es nie einführen zu müssen.

Bislang kannte ich ja auch noch keine brauchbare Alternative, aber das hat
sich jetzt geändert. Mit DNSCurve[1] scheint mir etwas entwickelt worden
zu sein, welches die Sicherheitsprobleme bei DNS löst und gleichzeitig
nicht die unzähligen Nachteile von DNSSEC hat. Insbesondere kann die Pflege
der DNS-Zonen völlig unverändert in der klassischen Art und Weise erfolgen.
Eine Signierung von Zonen ist nicht erforderlich und ein Durchhangeln durch
alle Zonen-Einträge kann auch nicht passieren.

Sieht mir auf jeden Fall sehr viel einfacher aus - sowohl bei einer
Einführung wie auch im Betrieb. Ein transparenter Parallelbetrieb ist auch
zu 100% möglich und vorgesehen.

Ich bin zwar absolut kein Fan von DJB, aber hier hat er meines Erachtens
einen grossen Wurf gelandet.

<abschweifend>
Früher hat man bei SMTP-Mail keine Attachments verschicken können und X.400
wurde als die Lösung gepriesen. Als MIME-Attachments entwickelt wurden, war
dieser Vorteil von X.400 dahin und wenig später ist es in der Versenkung
verschwunden.

So sehe ich das auch bei DNSCurve zu DNSSEC. Ich hoffe und erwarte, dass
sich einfache DNSCurve (oder eine weiterentwickelte Variante davon)
durchsetzt und der Dinosaurier DNSSEC ausstirbt, bevor er weit verbreitet
ist.
</abschweifend>

Heiko

[1] siehe http://dnscurve.org/


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