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Re: display:none enttäuschung

Von: Hannes Klarner (leevilux@yahoo.de) [Profil]
Datum: 02.05.2008 01:41
Message-ID: <481a552a$0$6509$9b4e6d93@newsspool4.arcor-online.net>
Newsgroup: de.comm.infosystems.www.authoring.misc
> sieht man schon an so einfachen Dingen wie zB weg und weg
>(absichtlich
> beides Klein, welches davon ist jetzt das Nomen und welches das
> Adjektiv)...

Immerhin gibt es noch einen Kontext und selten zwei allein und
nebeneinander geschriebene Worte. Gibt es zum Beispiel im Französischen,
Englischen, Spanischen, überhaupt irgendeiner anderen Sprache ausser der
Deutschen die Groß und Kleinschreibung? Oder werden Großbuchstaben in
diesen Sprachen nur dann benutzt, wenn Namen von Menschen oder Städten
geschrieben werden?

Für den ästhetischen Ursprung spricht auch, daß der erste Buchstabe jedes
Satzen großgeschrieben wird, obwohl der Punkt als Satz-Ende-Zeichen
ausreichen würde.

In der Schule hat unser Kunstlehrer beim Frakturschreiben gesagt früher
wären im Deutschen alle Worte am Anfang und am Ende mit besonderen
Buchstaben versehen worden, weil dadurch ein "hübscher" optischer Effekt
entstehe. Das große "s" wurde so weit ich weiß unabhängig von
der Grammatik
deswegen groß, weil es am Anfang oder am Ende eines Wortes stand.

Ich kann mir gut vorstellen, das Groß und Kleinschreibung sich durchgesetzt
hat, weil bestimmte Abschreiber hübschere Buchstaben verwendeten als andere
und nicht weil so viele verzweifelte Leser so häufig Worte verwechselten.

Hannes.


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