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Re: Google: Es tut uns leid (Error 403)

Von: Marco Schmidt (marcoschmidt@geocities.com) [Profil]
Datum: 20.04.2008 16:43
Message-ID: <67135qF2mc7qnU1@mid.dfncis.de>
Newsgroup: de.comm.infosystems.suchmaschinen
Niels Braczek:

>Die Frage ist nur, ob die Geschäftsbedingungen überhaupt eine Rolle
>spielen. Ob Tante G automatische Abfragen mag oder nicht, interessiert
>doch nicht. Verbieten kann sie sie nicht.

Natürlich kann sie, wenn man eine Website nutzt, erkennt man implizit
ihre Nutzungsbedingungen an, sonst muß man eben auf sie verzichten.

Wenn Du mit verbieten verhindern meinst, gilt das auch nur teilweise.
Sobald sie entdeckt werden, greift dieser Blockiermechanismus. Wie
effektiv der genau ist, weiß ich nicht.

>Soll sie halt ihren Dienst einstellen, wenn es ihr nicht passt - zB. indem
>sie Nutzer aussperrt. Der Anfang ist gemacht... Vielleicht wird künftig
>gealtavistat und nicht mehr gegooglet.

Ja, Wolfgang deutete das selbst schon an. Meiner Erfahrung nach sind
Googles Ergebnisse aber einfach deutlich besser. Wer das anders sieht
_und_ verärgert über Google ist, aus welchem Grund auch immer, der
würde einfach sofort die Suchmaschine wechseln, ohne groß ein Wort
darüber zu verlieren. Kaum etwas ist einfacher als die Anpassung des
Feldes oben rechts im Browser. Das passiert aber kaum, wenn man sich
mal Googles Marktanteil ansieht.

Ich sehe auch nicht den grandiosen Konkurrenten am Horizont. Als
Google damals Altavista & Co. überrundete, war die Ergebnisqualität
bei den Etablierten eher mies. Es war einfach, daran vorbeizuziehen.
Die Situation sieht heutzutage anders aus. Wer immer jetzt auf dem
Niveau mitspielen will, braucht sehr gute Ideen, sehr viel Wissen,
viel teure Hardware, Bandbreite, Strom etc. Das schließt noch gar
nicht die Finanzierung ein.

Nun hat die EU letzten Monat 200 Millionen Euro über fünf Jahre
genehmigt, um etwas Ähnliches zu bauen
<http://www.heise.de/newsticker/EU-Kommission-genehmigt-Millionen-Beihilfe-fuer-Quaero-
-/meldung/104960>.
Mal schauen, was draus wird. Ich bin bei solchen von staatlicher Seite
initiierten, auf zig Firmen verteilten Megaprojekten nicht sonderlich
hoffnungsvoll.

Eine richtige Konkurrenz wird es wohl erst geben, falls es jemand
schaffen sollte, eine hochwertige freie verteilte (!) Suchmaschine zu
bauen. Leute, die für einen guten Zweck ihre Computer-Ressourcen zur
Verfügung stellen, gibt es schließlich genug.

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