Re: Q: Modemverbindung langsam (Linux)
Von: Peter Sauter (themyxin@ngi.de) [Profil]
Datum: 08.11.2007 06:42
Message-ID: <5pflusFr5u4kU1@mid.individual.net>
Newsgroup: de.comm.geraete.analog.modem
Datum: 08.11.2007 06:42
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Robert Wachinger schrieb: > Peter Sauter <TheMyxin@ngi.de> wrote: >> >> Robert Wachinger schrieb: >> >>> Die Trafficanzeige (z.B. irgendein Seitenaufruf im Web mit Mozilla) zeigt >>> immer so einen Durchsatz in der Groessenordnung 1,5kB/s an, ganz selten >>> geht ein Peak mal bis 3kB hoch. Das ist dann doch etwas wenig, wenn der >>> Verbindungsaufbau mit einem "CONNECT 44000" o.ae. angezeigt wird (genaue >>> Strings hab ich nicht da ...). >> >> Der Connect ist fuer die tatsaechlich durchschnittliche Verbindungsrate > > Das Modem meint noch irgendwas mit "V.42bis", ist das ok? Das hat damit nichts zu tun. Das ist die normale Datenkompression. Es geht um folgendes Thema -> siehe http://modemsite.com/56k/faster.asp Du musst also den Durchsatz ermitteln und nicht auf den Connect-String des Modems schauen. Wenn du einen Durchsatz hast der in etwa einer BPS-Rate von 44.000 BPs entspricht ist das ein normaler typischer Wert bei einer durchschnittlichen Leitung fuer V.90 >> 1) Ist die Datenrate immer zum selben Provider schlecht oder auch zu >> anderen CallbyCall-Providern (Gleiche Leitung, gleiches Modem) ? > > Bei allen getesteten Providern wars gleich schlecht. Ok. Dann kannst du damit schonmal Inkompatiblitäten des Modems mit best. V90-Server-Einwahlroutern auf Providerseite sehr wahrscheinlich ausschliessen. > >> 2) Ist die Datenrate besser wenn das Modem an einem anderen PC oder >> anderen OS-System auf derselben Leitung betriebene wird ? > > Steht hier leider nicht zur Verfügung. Gleiche Telefonleitung am > Softmodem an meinem XP-Laptop (der kein serielles Interface hat) bringt > bessere Leistung. Deshalb ja auch meine Vermutung, daß irgendwas im > System da faul ist. Solltest du trotzdem mit einem seriellen Modem von Kumpel etc.. checken, wegen der RS232-Schnittstelle (Diagnose Biosbug, andere Buggy-Treiber die die RS232-Schnittstelle stoeren, falsche Fifo-Einstellungen, oder schlicht buggy RS232-Kabel. Softmodems emulieren dies Schnittstelle nur. Immerhin kannst du damit schonmal die Leitung generell ausschliessen als Fehlerquelle, sonst würde das andere Modem keine besseren Werte liefern. Sofern du wie oben schon erwaehnt Durchsatzraten gemessen hast und nicht auf den Connect-Wert schaust. > > Ich hab gestern noch mal "rumgespielt", und zwar mit der Flußkontrolle. > Die hab ich in der Software ausgeschaltet (was immer der kppp an der > Stelle auch einstellt ...), eine Baudrate (die des seriellen > Interfaces?) auf 56kb gesetzt und im Modem explizit "Flowcontrol_Hard" > (&K3) eingeschaltet (Zum Init-String dazu). > > Und siehe da, jetzt geht der angezeigte Durchsatz bis auf 7kB/s hoch, wie > ich es eigentlich erwartet hätte, Web-Zugriffe und Email-Abrufen wirken > jetzt erträglich schnell. Siehste da hast du wie du oben siehst schon eine Fehlerquelle gefunden. Falsche Flusskontrolle. Die Schnittstellenrate (DTE-Rate im englischen) sollte aber hoeher sein als die Verbindungsrate (DCE-Rate), typischerweise 115.200 BPS. Baud ist uebrigens technisch die falsche Bezeichnung. Ein modernes Modem uebertraegt mehrere Bits auf einer SYmbolrate (ºudrate). Bei einem 56.000 BPS-Modem nach V.90 sind das bis zu 7 Bits auf einer Baudrate von 3200 oder 3429 Baud. Ggf. im Handbuch des Modems schauen wo die DTE-Rate gesetzt wird. Wenn deine serielle Schnittstelle (externe serielle Karte z.b. mit 16750er UART) und das Modem hoehre DTE-Raten erlauben, kann man diese auch z.b. auf 256.000 BPS setzen. DAs bringt aber nur was bei gut komprimierbaren Daten UND wenn das V90-Servermodem entsprechend flott die Daten liefern kann. Habe ich mal vor Jahren gemessen zwischen einem Courier-I-Modem (V90-Server) und einem Courier Modem analog (V90-Client) damals noch im BBS-Betrieb. Duerfte aber sowieso in 95% der Faelle IMHO irrelevant sein fuer Endkunden oder eher was fuer Firmen mit RAS-Einwahllösungen fuer ihre Außenmitarbeiter (Viele Mails ohne Attachments abholen, Kontaktdaten synchronisieren etc.. Also Datenbestaende die gut komprimierbar sind). > Weiss nicht, ob ich damit jetzt irgendnen Unsicherheitsfaktor eingebaut > hab ... Noe. Das gehoert normalerweise zu den Standardeinstellung (Hardware- Flusscontrolle an der DTE-Schnittstelle). Ist das im Factory-Setting nicht dabei (meistens AT&F) ? dann kannst du dir den restlichen Initwust naemlich direkt sparen und das fuehrt dann auch nicht zu Fehlkonfigurationen. Bei einem ordentlichen Modem sollte das in den Factory-Settings enthalten sein. >> 4) Liegt ein PArallelanschluss zu einem TElefon vor ? >> Wird die Datenrate deutlich besser wenn man das Telefon temporaer >> abklemmt -> AMS oder Awado-Umschalter besorgen. > > Das werd ich nochmal ausprobieren. Kannst du dir sparen, da mit Punkt 2) oben mit einem anderen Modem schon gecheckt. Sonst haettest du dort aus diesem Grund auch dort schlechte Werte gehabt. >> 6) Ist die aktuellste Firmware im Modem vom Hersteller aufgespielt. >> Oftmals gibts neuere Firmwares die best. Inkompatiblitäten mit >> best. Servermodems optimieren -> Siehe auch Punkt 1) oben ? > > Muss ich checken. Würde ich grundsaetzlich immer checken, da oftmals Bugfixes/VErbesserungen erfahrungsgemaeß in den latest Firmwares reinkommen die den Betrieb verbessern. Meistens jedenfalls aber auch nicht immer :-( Da hilft dann nur "Ausprobieren" oder mal vorab die Seite von Les Jones auf 808hi.com/56k studieren, welche Treiber oder Firmwares da Probleme machen oder empfohlen werden. Gilt uebrigens auch fuer Soft/Controllerless-Modems und Treibern.[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- Robert Wachinger (09.11.2007 13:02)
- Peter Sauter (09.11.2007 19:41)
- Peter Sauter (09.11.2007 19:43)
