Re: DL: HamRadio 2day 276-2007
Von: Donald Duck (dduck4@googlemail.com) [Profil]
Datum: 21.10.2007 19:31
Message-ID: <1192987899.881583.167840@i13g2000prf.googlegroups.com>
Newsgroup: de.comm.funk.amateur de.comm.funk.vereine
Datum: 21.10.2007 19:31
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On 21 Okt., 17:32, Klaus Kramer <dl4...@t-online.de> wrote: > > Falsch geraten, hier ein Text dazu aus den WIA-News: > > "Es gab auch mehr neue Funkamateure in Japans 3. und 4. Amateurfunk- > Klasse. Na zum Glück. Dennoch ist die Verachtzehntfachung in der Masse durch Upgrades zu begründen. Wir werden ja sehen, wie es in den nächsten Jahren weiter geht. Also so spektakulär wie man es uns vormachen wollte ist die Sache nun lange nicht. Seriöse Berichterstattung sieht anders aus! > Schon seit Jahren prahlt Japan damit, anteilmäßig mehr lizenzierte > Funkamateure zu haben als andere Länder. Dort gab es schon seit den > 70er-Jahren KW-Funklizenzen ohne CW-Prüfung. Viele Leute meinen, dass > dies zusammen mit dem dort verbreiteten technischen Interesse zur > japanischen Führungsrolle in der Unterhaltungselektronik weltweit > beigetragen hat." Auch das System ist in den Augen vom Telefon-Alfred absolut unlogisch. Klasse 3 darf über 18 MHz und unter 8 MHz senden, Klasse 4 sogar nur über 21 MHz und unter 8 MHz. Alfred würde sagen, wer auf 21MHz funken kann, kann auch auf 14 MHz funken. Immerhin haben sie Leistungsbeschränkungen von 50 Watt und 10 Watt auf KW. Aber dass die Technikbegeisterung seine Ursache daher hat, dass man dort als Einsteiger auf KW funken darf, darf bezweifelt werden. Ich bin kein Japan-Experte, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Erlangung einer AFU-Lizenz in Japan aus genannten Gründen schulisch organisiert wird. Und da sieht man, woher der Amateurfunk seine Existenzberechtigung bezieht: Wissenschaftlich, experimenteller Funkdienst im Interesse von Industrie und Gesellschaft und eben nicht die reine Kommunikation. > > In DL wird weiter nur über zu wenig Technikernachwuchs gejammert (und > dieser aktiv von "alten Männern" aus ihren Kreisen vergrault)... Ich stimme in sofern zu, dass die Öffentlichkeitsarbeit in DL vom DARC, aber auch vom Staat, total verpennt wurde und leider immer noch wird. Einige OMs sind als Lehrer in den Schulen über AGs aktiv, aber das scheint der berühmte Tropfen auf dem heissen Stein zu sein. Offenbar ist das Thema Funk, anders als in den USA, hierzulande viel zu unpopulär. Der Staat sieht eben nicht, wie in Japan, den Nutzen sondern nur die Nachteile. Fazit: Die einfache Erleichterung des Zugangs zum AFU (A-Lizenz, C- Lizenz, E-Lizenz, CW-Prüfung, ...) ohne eine entsprechend Förderung/ Forderung von Staat und Gesellschaft hat nichts genutzt. Und so klafft inzwischen eine riesen Lücke zwischen alt und jung (was können die "alten Männer" dafür?). Und nun soll die Entry-Level-Lizenz alles retten? Noch mehr von der falschen Medizin? Dann hat man seit Einführung der A-Lizenz in DL nichts gelernt. Wir haben keine zu hohen Zugangshürden (und hatten wir nie), wir haben unseren "Wert" verloren! Es wird Zeit umzudenken (Paradigmenwechsel!) und die Maßnahmen zu ergreifen, die das Ansehen des Amateurfunks revolutionieren. Dann haben wir automatisch Nachwuchs und eine einfache Lobbyarbeit ... 73[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Gustav M. Gantz (21.10.2007 20:08)
